Warren Buffett: Mit 95 Jahren verschenkt er sein Milliardenvermögen an die Kinder – und regelt die Zukunft seines Imperiums
Ein Großreinemachen in Milliardenhöhe: Buffetts Vermögen geht an die nächste Generation
95 Jahre alt und kein bisschen müde: Warren Buffett, laut aktueller Einschätzung die zehntreichste Person der Welt, beschäftigt sich nicht mehr nur mit Dividendenrenditen und Börsenschnäppchen, sondern zunehmend mit der Frage, wie sein riesiges Vermögen der Welt (und insbesondere seiner Familie) noch zugutekommen kann. Satte 149 Milliarden Dollar will Buffett zügiger als bisher auf die Stiftungen seiner Kinder übertragen – ein Generationenwechsel der Superlative.
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Ganz ohne Anlass ist dieser Schritt nicht: In einem Brief erklärt Buffett, das beschleunigte Übertragen der Mittel solle die Chance erhöhen, dass die Kinder und ihre Stiftungen möglichst viel seines Vermögens erhalten, bevor neue Verwalter das Sagen haben. Ein letzter Zug am eigenen Lebenswerk, bevor andere das große Rad weiterdrehen. CNBC berichtet es aus erster Hand.
Wechsel an der Berkshire-Spitze – aber Buffett bleibt dem Unternehmen erhalten
Dieser Generationswechsel betrifft aber nicht nur das Geld. Auch der Lieblingsspielplatz Buffetts, das Anlageimperium Berkshire Hathaway, steht vor einem Führungswechsel. Die Amtszeit Buffetts als Kopf des Unternehmens endet offiziell Ende Dezember – aber die Story wäre keine echte Buffett-Story, wenn er sich nicht doch noch ein bisschen festklammern würde. Zumindest als Vorsitzender bleibt er an Bord.
Sein Nachfolger als CEO steht schon bereit: Greg Abel, 63 Jahre alt. Buffett hat volles Vertrauen in Abel und lässt das auch die Shareholder in seinem Brief wissen. Dennoch hält er noch einen Teil der prestigeträchtigen ‘A’-Aktien zurück – so lange, bis die Aktionäre zu Abel das gleiche Vertrauen haben, wie Buffett selbst es gemeinsam mit seinem kürzlich verstorbenen Partner Charlie Munger Jahrzehnte lang gepflegt hat.
Das große Geschenk: Aktien für die Stiftungen
Laut CNBC hat Buffett kürzlich 1.800 ‘A’-Aktien von Berkshire in sage und schreibe 2,7 Millionen ‘B’-Aktien umgewandelt – und direkt an vier wohltätige Familienstiftungen weitergereicht:
- Susan Thompson Buffett Foundation
- Sherwood Foundation
- Howard G. Buffett Foundation
- NoVo Foundation
Das Geschenk hat es in sich: Mehr als 1,3 Milliarden Dollar wechselten so den Besitzer. Damit erhalten die philanthropischen Projekte der Familie einen neuen Anschub – und Buffetts Ziel rückt näher, noch zu Lebzeiten möglichst viel selbst zu regeln.
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Traditionen, Gesundheit und ein optimistischer Blick auf die Zukunft
Die traditionellen Briefe an die Aktionäre von Berkshire gehen fortan aus Greg Abels Feder hervor – ein Brauchtum, das Buffett seit 1965 geprägt hat. Einen Trost für Fans des Oracle von Omaha gibt es allerdings: Sein berühmter Thanksgiving-Gruß bleibt weiterhin in Buffetts Verantwortung. Offenbar bringt ihm das Verfassen dieser Botschaft fast genauso viel Freude wie seinen Lesern das Lesen.
Und wie geht es dem rüstigen Milliardär eigentlich? In seinem Brief verrät Buffett, dass es ihm „im Allgemeinen gut“ gehe. Fast möchte man annehmen, die Kombination aus Aktien und Anekdoten hält jung! Die Zukunft von Berkshire sieht er gelassen: Seit er 1965 das damals schwächelnde Textilunternehmen übernommen hat, ist ein gigantischer Mischkonzern entstanden, inzwischen mit einer Marktkapitalisierung von rund 1.000 Milliarden Dollar. Von Versicherungen über Eisenbahnen bis hin zu Konsumgütern reicht das Portfolio – breit, robust, amerikanisch eben.
Doch Buffett will realistisch bleiben und lässt sich nicht zu rosigen Versprechen hinreißen. Ganz im Gegenteil, er warnt: Der Aktienkurs von Berkshire wird auch in Zukunft launisch bleiben, mit möglichen Einbrüchen bis zu 50 Prozent. Das sei immerhin gleich drei Mal in 60 Jahren passiert, und trotzdem blieb der Erfolg am Ende treu. Buffett appelliert: „Verzweifeln Sie nicht, Amerika wird sich wieder erholen – genauso wie die Aktien von Berkshire.“
Fazit: Warren Buffett sortiert sein Leben, sein Vermögen und sein Unternehmen mit einem beruhigenden Blick auf die Zukunft. Ob Aktionär oder Fans wohltätiger Zwecke – entspannt bleiben, scheint das Motto. Selbst wenn die nächste Börsenbaisse kommt: Ein bisschen Buffett-Optimismus schadet sicher nie.