Wer denkt, sein Bett morgens sofort zu machen sei der Inbegriff von Ordnung – den erwartet hier ein Weckruf der anderen Art. Denn was, wenn gerade das Nicht-Machen und regelmäßiges Matratzen-Auswechseln Ihrer Gesundheit auf die Sprünge helfen könnte?
Warum Sie Ihr Bett morgens besser (noch) nicht machen sollten
Martin Seeley, Schlafexperte bei MattressNextDay, hat einen Tipp, den wohl viele als willkommenen Freifahrtschein sehen: Nach dem Aufwachen die nächsten dreißig Minuten einfach mal nicht ans Bettenmachen denken! Lassen Sie Ihre Bettwäsche gemütlich zerknittert liegen. Klingt lässig, ist aber Expertenrat – und das nicht nur für Ordnungsverweigerer! Der Grund dahinter leuchtet wortwörtlich ein: Die freie Exposition zur natürlichen Sonne spielt eine tragende Rolle, denn sie hilft, die Ansammlung von Hausstaubmilben zu verhindern. Sonnenlicht besitzt desinfizierende Eigenschaften und kann somit bestimmte Bakterien und Milben abtöten. Das reduziert das gesundheitliche Risiko, das mit diesen winzigen Mitbewohnern einhergeht.
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Die unsichtbaren Mitbewohner: Milben und ihre Lieblingsbedingungen
Hausstaubmilben – für das bloße Auge unsichtbar – haben es sich in Millionen von Betten, Kissen und Polstern gemütlich gemacht. Besonders sensiblen Menschen machen diese mikroskopisch kleinen Untermieter zu schaffen, denn sie gelten als Allergieauslöser. Sie fühlen sich dort am wohlsten, wo es warm, feucht und vor allem dunkel ist. Deshalb suchen sie sich Betten als Rückzugsort. Das Centre hospitalier universitaire vaudois aus der Schweiz bringt es anschaulich auf den Punkt: Für eine rasche Milbenvermehrung braucht es nur ca. 25° Celsius (zwischen 17 und 32° möglich) und etwa 75% Luftfeuchtigkeit (zwischen 55 und 80% reicht schon aus). Normalerweise leben Milben 2 bis 4 Monate. Sackt die Luftfeuchtigkeit unter 55% ab, streichen sie ziemlich schnell die Segel. Das erklärt, warum sie im Herbst insbesondere in trockenen, kühlen Gebieten – etwa in großer Höhe – rapide abnehmen.
Tipps zur Milbenbekämpfung: Von frischer Luft zu frischen Bezügen
Milben sind zwar hartnäckig, aber nicht unbesiegbar. Wer ihre Population im Schlafzimmer möglichst gering halten will, sollte auf regelmäßiges Lüften setzen – frische Luft ist der natürliche Gegenspieler von Feuchtigkeit und dunklen Ecken. Dazu rät auch das Schweizer Krankenhauszentrum klar: Lüften, häufiges Waschen (und zwar mehr als nach Gefühl), sowie das Vermeiden von Staubansammlungen in allen Kuschelecken des Zimmers, gehören zum Pflichtprogramm. Obendrauf empfiehlt sich, die Bettwäsche ebenfalls häufiger als dem inneren Schweinehund lieb ist, durch die Maschine zu jagen.
- Lüften Sie täglich Ihr Schlafzimmer.
- Waschen Sie die Bettwäsche regelmäßig.
- Staubfänger im Schlafbereich vermeiden.
Auch Dr. Christian Recchia betont die Wichtigkeit von Hygiene im Schlafzimmer: Die Matratze sollte alle fünf Jahre ausgetauscht werden. Regelmäßiges Waschen der Bettwäsche ist Pflicht und dem Kopfkissen tut ab und zu ein ausgiebiges Dampfbad gut. Das hält nicht nur Milben im Zaum, sondern sorgt auch für ein frischer duftendes Schlafparadies. Klingt vernünftig – oder wie ein Auftrag an den inneren Frühjahrsputz?
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Fazit: Frische Luft und neue Matratze – Ihr Schlafzimmer als Wohlfühlzone
Ob Knitterfalten im Bett oder frische Leinen: Expertenrat und Hausverstand gehen oft Hand in Hand. Gönnen Sie Ihrer Matratze nach fünf Jahren ein Upgrade, waschen Sie Bezüge regelmäßig und lassen Sie Sonnenstrahlen ins Schlafzimmer. Ihre Gesundheit – und vielleicht Ihr schnarchender Partner – werden es Ihnen danken. Und nächstes Mal, wenn Sie Ihr Bett nicht sofort machen? Einfach sagen: „Der Experte hat‘s empfohlen!“