Regen, prasselnde Tropfen auf den Fensterscheiben, nasse Dachrinnen: Wer denkt da schon ans Lüften? Die meisten schließen die Fenster schnell und machen es sich mit einer Tasse Tee gemütlich. Doch genau dann steckt ein gut gehütetes Frische-Luft-Geheimnis im Regenwetter. Wann, warum und wie Sie gerade jetzt Ihre vier Wände aufatmen lassen sollten, das erfahren Sie hier!
Warum Lüften bei Regen wichtiger ist, als viele meinen
Sind draußen tagelang Schauer im Anmarsch, verwandeln sich Fenster in Aquarien und es rumpelt auf den Dachpfannen. Wer lüftet da schon gerne? Der Reflex ist nachvollziehbar, aber – Überraschung! – genau jetzt sollte man die Fenster weit aufreißen. Die Ademe empfiehlt grundsätzlich, täglich zwischen fünf und zehn Minuten für Frischluft zu sorgen. Und bei Regen gilt das sogar in besonderem Maße.
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Der Grund: Im Inneren staut sich nicht nur Feuchtigkeit, sondern auch Kondenswasser an. Die Luft wird abgestanden, stickig – und das ist der perfekte Nährboden für ungebetene Gäste.
- Schimmelpilze breiten sich gerne aus
- Allergene und Schadstoffe (z. B. Feinstaub, Staub, Hausstaubmilben, Kohlenmonoxid und flüchtige organische Verbindungen) finden einen idealen Lebensraum
Noch schlimmer: Nach einer Periode mit starkem Regen können sich Schäden im Haushalt bemerkbar machen. Dazu gehören:
- Wasser, das in die Wände eindringt
- Risse in den Mauern
- Abblätternde Farbe
- Bakterien, die sich munter vermehren
Wie Sie richtig lüften – auch bei schlechtem Wetter
Natürlich gibt es Grenzen. Bei Gewitter, Sturm oder sintflutartigen Regenfällen bleibt das Fenster besser zu. In diesen Momenten riskieren Sie nämlich, dass der Regen den Weg in Ihr gemütliches Wohnzimmer findet (und der Wind gleich noch die Vase vom Tisch fegt). Wenn der Niederschlag aber moderat ist, oder abflaut, können Sie beherzt lüften – am besten mit System:
- Beobachten Sie Windrichtung und Regenintensität
- Öffnen Sie die Fenster nur für wenige Minuten weit
- Erzeugen Sie einen möglichst kurzen, kräftigen Durchzug
- Wenn etwas Wasser am Boden landet: Mit Folie, Handtuch oder einem Stück Karton schützen
- Bei Dachfenstern, Lichtkuppeln oder Oberlichtern: Nutzen Sie regenfreie Momente zum Lüften – während eines Schauers besser nicht!
Mit ein bisschen Geschick bringen Sie so frische Luft ins Haus und halten gleichzeitig Feuchtigkeit und eventuelle Wasserschäden in Schach.
Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Gleichgewicht halten
Noch ein Trick, um dem feuchten Klima drinnen entgegenzuwirken: Achten Sie darauf, dass die Innentemperatur nicht zu hoch im Vergleich zur Außentemperatur ist. Zu warme Räume führen nämlich dazu, dass Feuchtigkeit als Kondenswasser auf den Fensterscheiben sichtbar wird – Sie kennen das: Plötzlich laufen die Tropfen innen an der Scheibe herunter. Sehen Sie solche Kondensation, hilft erst mal eins: Heizung runterdrehen!
Wer auf Technik setzen möchte, kann außerdem eine kontrollierte Wohnraumlüftung (VMC) installieren. Falls Ihre Lüftungsanlage Probleme macht, lassen Sie sie reparieren. Ein Luftentfeuchter kann zusätzlich unterstützen. Vergessen Sie aber nicht: Diese Geräte ersetzen nicht das regelmäßige, tägliche Lüften mit weit geöffneten Fenstern. Kein Gerät kann den schnellen Austausch der gesamten Raumluft leisten!
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Fazit: Regentröpfchen für ein gesundes Zuhause sinnvoll nutzen
Lüften bei Regen? Klingt im ersten Moment widersinnig, bringt aber klare Vorteile für Gesundheit und Bausubstanz. Die Luft bleibt frisch, Allergieauslöser und Schimmelkeime haben es schwerer, und Ihr Zuhause bleibt wohngesund. Selbst bei grauem Himmel bringt ein kurzer Luftwechsel gleich noch ein wenig Schwung in den Alltag. Beobachten Sie das Wetter, handeln Sie mit Bedacht – und gewöhnen Sie sich an diesen kleinen, aber wirkungsvollen Lüftungstrick. Ihre Atemwege (und das Parkett) werden es Ihnen danken!