Im Januar werden Eierschalen im Garten vom Abfall zur Ressource: Sie liefern vor allem Kalk, bestehen zu 94 bis 95 % aus Calciumcarbonat. Richtig eingesetzt helfen sie sauren Böden und calciumliebenden Kulturen, mindern die Blütenendfäule an Tomaten oder Bitterpit. Falsch gehandhabt treiben sie den pH-Wert nach oben und setzen Moorbeetpflanzen zu – daher die Schalen abspülen, trocknen und anschließend in der Kaffeemühle oder im Mixer zu Pulver mahlen. Gegen Nacktschnecken und Gehäuseschnecken bleibt der Effekt überschaubar, und wie der britische Gärtner Simon Akeroyd, zitiert vom Daily Express, erinnert, wirkt Kalk langsam: Der Boden braucht Zeit, um davon zu profitieren.
Wenn das Frühstück schon im Januar im Garten Einzug hält
Eierschalen, die sonst oft im Müll landen, können im Garten schon ab Januar zu wertvollen Verbündeten werden. In dieser Phase, in der sich der Boden erst langsam wieder regt, bekommen sie ein sinnvolles zweites Leben und bereiten die künftigen Pflanzungen vor. Ihr Einsatz braucht allerdings ein wenig Methode, damit es keine Enttäuschungen gibt und ihre eigentlichen Stärken zum Tragen kommen.
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Ein unterschätzter Kalkschatz
Aus rund 94 bis 95 % Calciumcarbonat bestehend, wirken Eierschalen in erster Linie als Kalkdünger. Sie helfen, zu saure Böden zu korrigieren, und liefern Calcium – einen Schlüsselnährstoff für anspruchsvolle Kulturen wie Tomaten und Paprika. Regelmäßige Gaben können die Blütenendfäule bei Nachtschattengewächsen oder Bitterpit bei manchen Apfelsorten begrenzen.
Ihre Wirkung erschöpft sich nicht darin, den Boden zu nähren: Sie verändern auch seine Reaktion, indem sie ihn alkalisieren. Also mit Augenmaß einsetzen, denn blaue Hortensien, Rhododendren oder Heidelbeeren gedeihen dagegen in saurem Boden.
Ein paar einfache Schritte für maximale Wirkung
Um die Wirkung der Schalen zu optimieren, spülen Sie sie zunächst ab, damit keine Reste Schädlinge anlocken. Lassen Sie sie trocknen und mahlen Sie sie anschließend mit einem Mixer oder einer Kaffeemühle zu sehr feinem Pulver. In dieser Form wird das Calciumcarbonat für den Boden besser verfügbar und wirkt gleichmäßiger.
Geben Sie eine kleine Menge an den Fuß calciumhungriger Pflanzen und arbeiten Sie sie leicht in die Oberfläche ein, oder mischen Sie dieses Pulver Ihrem Kompost bei, um künftige Gaben anzureichern. Ob direkte Anwendung oder über den Kompost, hängt von den spezifischen Bedürfnissen Ihrer Kulturen und der Beschaffenheit Ihres Bodens ab.
Vorsicht vor falschen Ideen
Eierschalen sind kein Wundermittel. Entgegen einer hartnäckigen Vorstellung hält ein Ring aus scharfkantigen Bruchstücken Nacktschnecken und Gehäuseschnecken nur sehr begrenzt fern: Der Effekt ist gering und unzuverlässig.
Ein weiterer Stolperstein: Übermäßiger Einsatz auf sauren Böden kann den pH-Wert zu rasch anheben. Moorbeetpflanzen (Azaleen, Kamelien, Rhododendren) würden darunter besonders leiden. Besser, die Gaben anhand einer Bodenbeobachtung – oder eines einfachen pH-Tests – und der Empfindlichkeit Ihrer Pflanzen anzupassen.
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Einfache Handgriffe für einen naturfreundlicheren Garten
Aus Eierschalen einen nützlichen Bodenverbesserer zu machen, heißt Abfall zu reduzieren und eine Gartenpraxis zu fördern, die sparsamer und natürlicher ist. Wer diesen Kniff schon im Januar anwendet, wertet ein kostenloses Material auf und respektiert zugleich die Biologie seines Bodens. Mit Maß und gesundem Menschenverstand eingesetzt, tragen die Schalen zu einem widerstandsfähigeren, besser versorgten Garten bei.