Ich bin Heizungsexperte: Das ist der Fehler an Ihrem Thermostat, der Sie im Winter viel Geld kostet

 

Was, wenn es nicht die Kälte wäre, die Ihren Geldbeutel leert, sondern Ihr Thermostat? Ein alltäglicher Handgriff lässt es gegen Sie arbeiten. Tun Sie das, ohne es zu merken?

Mitten im Winter kommt eine teure Marotte besonders zum Tragen: am Thermostat herumzuspielen. Laut Dominic Lees-Bell von Only Radiators bringt es nichts, die Temperatur hochzudrehen – es treibt nur den Verbrauch in die Höhe. Besser ist es, auf eine konstante Wärme zu setzen und das thermische Auf und Ab zu beenden. Ein paar gezielte Einstellungen reichen, um die Rechnung zu senken.

Warum Ihr Thermostat Sie jeden Winter Geld kostet

In der Winterhochphase schlägt jedes zusätzliche Grad auf der Rechnung durch. Nach Angaben von Dominic Lees-Bell, Heizungsexperte bei Only Radiators, führt eine falsche Nutzung des Thermostats zu vermeidbaren Ausgaben: zu hohe Einstellungen, unnötiges Aus- und Einschalten, häufige Korrekturen, die das thermische Gleichgewicht stören und den Verbrauch in die Höhe treiben.

Höher stellen heizt nicht schneller

Zu den verbreiteten Reflexen gehört, die Solltemperatur sehr hoch zu setzen, um „Zeit zu sparen“ – das ist kontraproduktiv. Wie Dominic Lees-Bell erklärt, beschleunigt das den Temperaturanstieg nicht: Das Thermostat heizt nicht schneller, es zwingt den Heizkessel lediglich dazu, länger zu laufen, um einen höheren Zielwert zu erreichen – was den Energieverbrauch erhöht.

Thermostate sind dafür ausgelegt, sanft zu regeln. Von 18 °C abrupt auf 24 °C zu springen sorgt nicht sofort für mehr Komfort, sondern führt zu verlängerten Heizzyklen und zu Überschwingen über den Sollwert. Am Ende treibt diese Praxis die Rechnungen in die Höhe, ohne kurzfristig echten Nutzen zu bringen.

Die Bedeutung einer stabilen Temperatur

Die wirksamste Strategie bleibt die stabile Temperatur. Wie ein Fahrzeug, das bei konstanter Geschwindigkeit weniger verbraucht, vermeidet eine gleichmäßig eingestellte Heizung Nachfragespitzen und kostspielige Wiederanläufe.

  • Stellen Sie je nach Raum eine passende Zieltemperatur ein (meist zwischen 18 und 21 °C, je nach Nutzung).
  • Lassen Sie das Thermostat die Heizung automatisch an die Raumtemperatur anpassen.
  • Vermeiden Sie längeres vollständiges Abschalten – auch bei kurzer Abwesenheit – und setzen Sie lieber auf eine moderate Absenkung des Sollwerts.

Dieser Ansatz steigert die Effizienz des Systems, schont den Kessel und reduziert die CO2-Emissionen, während er die Ausgaben im Winter unter Kontrolle hält.

So nutzen Sie Ihr Thermostat im Winter optimal

Ziel ist nicht, das Gerät aufzugeben, sondern es mit Augenmaß zu nutzen. Zu den von Dominic Lees-Bell empfohlenen bewährten Vorgehensweisen gehören: das Funktionsprinzip Ihrer Heizungsanlage zu verstehen, ständiges Nachregeln zu begrenzen, realistische Zeitprogramme zu hinterlegen und nachts leicht abzusenken.

Eine durchdachte Nutzung des Thermostats hilft, die Rechnungen im Zaum zu halten, den Wärmekomfort zu wahren und die Lebensdauer der Anlage zu verlängern – ohne auf die Wärme zuhause zu verzichten.

 

Clara Hoffmann
Verfasst von Clara Hoffmann

Clara Hoffmann ist Journalistin und Redakteurin mit Schwerpunkt auf Gesellschaft, aktuelle Themen und Psychologie. Sie analysiert gesellschaftliche Entwicklungen, zwischenmenschliche Fragen und die psychologischen Hintergründe des Alltags mit Klarheit und Feingefühl.

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