Dieses Haushaltsgerät schluckt so viel Strom wie 65 Kühlschränke – schockierende Zahlen

 

Hand aufs Herz: Haben Sie schon mal Ihre Stromrechnung angesehen und sich gefragt, wohin all der Strom eigentlich verschwindet? Vielleicht liegt die Antwort ganz unscheinbar in Ihrer Küche – versteckt hinter einer glänzenden Backofentür. Der elektrische Backofen ist so praktisch wie heimtückisch, wenn es um den Energiehunger geht. Tatsächlich kann dieses Haushaltsgerät zeitweise so viel Strom schlucken wie sage und schreibe 65 Kühlschränke gleichzeitig. Da bleibt sogar der Kuchen im Ofen stehen! Schauen wir uns an, wie sich der unsichtbare Stromfresser bändigen lässt – und was das konkret für Ihren Geldbeutel bedeutet.

Der elektrische Backofen: Ein Pflichtbewohner mit dickem Stromhunger

  • In nahezu jedem Haushalt ist ein elektrischer Backofen Standard.
  • Trotz seiner Allgegenwart unterschätzen viele, wie viel Strom der Ofen tatsächlich verbraucht.
  • Bekannt ist nur, dass der Kühlschrank ein echter Brocken auf der Stromrechnung ist und ein laufender Wäschetrockner auch nicht gerade zimperlich mit Energie umgeht.
  • Ein voll aufgeheizter Elektro-Backofen aber toppt sie beide mit Leichtigkeit.

Stromfresser auf Knopfdruck: Was verbraucht der Ofen eigentlich?

Im Durchschnitt liegt die Leistung eines elektrischen Backofens zwischen 2.000 und 5.000 Watt. Je nach Häufigkeit und Dauer der Nutzung kommen monatlich etwa 40 bis 90 kWh zusammen. Und zur Orientierung: Ein Kühlschrank begnügt sich oft mit einer Nennleistung zwischen 300 und 800 Watt. Diese Zahlen sind so unterschiedlich, weil die beiden Geräte ganz verschiedene Jobs erledigen:

  • Der Backofen muss hohe Temperaturen erzeugen und über Stunden halten.
  • Der Kühlschrank kühlt nur konstant auf niedrigen Wert herunter – das kostet vergleichsweise wenig Energie.

Wenn der Ofen also „richtig loslegt“, schnellt der Stromverbrauch massiv nach oben. In diesem Moment verbraucht der Herd tatsächlich Strom wie mehrere Dutzend Kühlschränke gleichzeitig. Kein Wunder, dass einem bei der nächsten Abrechnung schwindelig werden kann!

Studienergebnisse: So viel Strom verschlingt der Ofen im Jahr

Wie sieht das Ganze über längere Zeit aus? Eine in 100 französischen Haushalten durchgeführte Studie brachte ans Licht: Der durchschnittliche elektrische Ofen erzielt einen Jahresverbrauch von bis zu 224 kWh. Im Vergleich dazu erreichen andere Alltagsgeräte wie der Kühlschrank solche Verbrauchswerte fast nie. Natürlich hängt der Energiehunger des Ofens von mehreren Faktoren ab:

  • Größe des Geräts
  • Modell und technische Ausstattung
  • Nutzungsdauer und Häufigkeit
  • Gewählte Temperaturstufen

Die Gleichung ist einfach: Je mehr Leistung und je länger der Betrieb, desto steiler steigt der Energiebedarf. Wer also regelmäßig opulente Sonntagsbraten zubereitet, sollte am besten gleich ein Sparschwein neben den Backofen stellen.

Standby-Falle: Stromfresser auch im Ruhezustand

Wer glaubt, dass der Ofen nur dann Strom verbraucht, wenn er heizt, wird überrascht: Manche Modelle ziehen auch im „ausgeschalteten“ Zustand Strom – nein, nicht im Geiste, sondern schlicht im Standby-Modus. Häufig bleibt dann nämlich eine Digitaluhr oder ein großzügiges Bedienfeld beleuchtet.

  • Eine US-Studie aus kalifornischen Haushalten ergab einen durchschnittlichen Standby-Verbrauch von 67 Watt pro Haushalt.
  • Das entspricht 5 bis 26 % des gesamten jährlichen Stromverbrauchs – wohlgemerkt allein durchs Nichtstun!

Geräte dauerhaft ohne Nutzung am Strom zu lassen, kann also teurer sein, als viele ahnen. Ein einfacher Griff zum Stecker kann deshalb Wunder wirken.

Fazit: Wer seinen Stromverbrauch und damit seine Rechnung im Zaum halten will, sollte auf seinen Backofen achten – und im Zweifel dem Standby-Modus ein Ende setzen. Gut zu wissen: Schon kleine Handgriffe im Alltag können große Summen sparen. Beim nächsten Backen also vielleicht mal an den Stecker denken – der Kuchen wird es (hoffentlich) trotzdem.

 

Clara Hoffmann
Verfasst von Clara Hoffmann

Clara Hoffmann ist Journalistin und Redakteurin mit Schwerpunkt auf Gesellschaft, aktuelle Themen und Psychologie. Sie analysiert gesellschaftliche Entwicklungen, zwischenmenschliche Fragen und die psychologischen Hintergründe des Alltags mit Klarheit und Feingefühl.

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