Wer diesen Winter noch mit der alten 19-Grad-Formel heizt, lebt quasi in der Vergangenheit – meinen jedenfalls die Fachleute! Denn das einmal in Stein gemeißelte Credo aus den 1970er-Jahren passt nicht mehr so richtig zu modernen Häusern. Was also sind die neuen Wohlfühltemperaturen für jedes Zimmer? Und warum ist heute ein Grad mehr schon ein kleines Komfortwunder?
Das Ende der 19-Grad-Regel: Experten räumen auf
Seit Jahrzehnten schwebte sie über europäischen Wohnzimmern wie ein Naturgesetz: Die 19-Grad-Regel. Praktisch, kompromissbereit, wirtschaftlich. Doch laut den Experten für Energieeffizienz, die sich auf Presse-citron einig zeigen, ist dieses Standard-Rezept nun doch ein wenig angestaubt. Ein Temperaturwandel steht auch im Alltag bevor.
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Nick Barber, Fachmann für Energiemanagement, bringt es auf den Punkt: „Diese Temperatur war eher ein wirtschaftlicher Deal als das Nonplusultra des Wohnkomforts.“ Früher vielleicht sinnvoll, gilt sie heute – in Zeiten moderner Isolierung und smarter Heiztechnik – als überholt. Eine Temperatur für alle Räume? Das war gestern! Neue Herausforderungen in puncto Komfort und Energieperformance verlangen einen frischen Ansatz.
Was hat sich seit den Siebzigern verändert?
Blicken wir zurück: Vor 50 Jahren hatten Wohnungen meist keine dicken Dämmwände oder ausgeklügelte Heizsysteme. Wärme verflog, und die Familie kuschelte sich fröstelnd zusammen (wahrscheinlich mit mehr Pullovern als heute in so manchem Kleiderschrank). Mit Neubauten und Renovierungen aber wurde die Behaglichkeit revolutioniert: Dank besserem Wärmeschutz und effizienter Verteilung der Heizleistung bleibt die Wärme, wo sie hingehört – im Zuhause!
- Neues Ziel für Wohnräume: Rund 20°C.
- Die Experten geben der Wohlfühltemperatur damit ein Update – ein kleines, aber entscheidendes Plus!
Wer sich fragt, was dieses zusätzliche Grad bringt: Es wirkt Wunder. Bei 20°C fällt es unserem Körper leichter, die eigene Wohlfühltemperatur zu halten. Ganz besonders, wenn wir nur noch bedingt „körperlich arbeiten“ und stattdessen auf dem Sofa lümmeln, lesen oder Homeoffice machen. Und noch besser: Bei dieser Temperatur sinkt das Risiko für Kondenswasser und Schimmel – besonders wichtig für Räume mit wenig Lüftung oder übermäßiger Kühle.
Komfort ist mehr als nur eine Zahl auf dem Thermometer
Brad Roberson, Experte für Heizsysteme, hebt hervor, wie facettenreich unser Temperaturempfinden ist: „Gefühlter Komfort hängt nicht nur von reinen Zahlen ab.“ Luftfeuchtigkeit, Luftzirkulation – und ja, auch das Outfit, das wir tragen – beeinflussen, ob wir frösteln oder entspannt durchatmen.
- Deswegen setzen Fachleute auf ein flexibles, raumgenaues System. Keine Einheitsbrühe aus der Vergangenheit, sondern Anpassung je nach Nutzung und Tageszeit.
- So werden Überheizung, unerwünschtes Lüften oder Extra-Heizer im Kinderzimmer überflüssig.
Jeder zusätzliche erwärmte Grad hat seinen Preis: Rund 7 % mehr Verbrauch. Aber: Die richtige Temperatur am richtigen Ort – und zur richtigen Zeit – zahlt sich aus und verhindert den Energie-Overkill.
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Technik als Schlüssel: Smarte Thermostate und individuelle Temperaturen
Mit den digitalen Helfern von heute ist Schluss mit ständiger, gleichbleibender Temperatur im ganzen Haus. Dank vernetzter Thermostate lässt sich Punkt für Punkt ein Plan erstellen, der zu Zimmer, Tageszeit und sogar zum Tagesablauf passt. Das Ergebnis? Laut Experten winken bis zu 15 % Ersparnis auf die Heizrechnung – bei gleichbleibend hohem Komfort. Moderne Technik macht’s möglich, dass die Wohlfühltemperatur im Wohnzimmer durchaus etwas anderes sein darf als die im Schlafzimmer oder Bad.
- Jeder Raum kann individuell programmiert werden.
- Kein unnötiges Heizen, keine Einschränkungen beim Komfort!
Fazit: Die magischen 19 Grad haben ausgedient – alles läuft auf ein intelligentes, differenziertes Heizmanagement hinaus. Moderne Technologien unterstützen diesen Wandel aktiv, Raum für Raum. Mein Tipp: Wer Thermostat und Temperatur seinen echten Gewohnheiten anpasst, spart Energie und bleibt trotzdem entspannt durch den Winter!