Schwarze Flecken in den Ecken, vergraute Fugen, ein hartnäckiger Feuchtigkeitsgeruch – Schimmel in der Dusche ist der ungebetene Dauergast, gegen den viele beherzt zur Bleichmittel-Flasche greifen. Doch halt! Was wirklich hilft, ist viel weniger aggressiv, schneller und gesünder für Mensch und Bad.
Warum Schimmel zurückkommt – und Bleichmittel meist versagen
Bleichmittel, meist in Form von Chlor-Reiniger, ist für viele der Blitzjoker im Badezimmer: Kurz nach dem Einsatz glänzt alles, die Nase brennt und das Problem scheint gelöst. Leider trügt der Schein. Denn: Die lästigen schwarzen Flecken kommen oft schneller wieder als einem lieb ist – besonders in Badezimmern, die voller Dampf hängen, schlecht gelüftet sind oder bei kleinen (oft unsichtbaren) Undichtigkeiten.
- Warum Italien jetzt Milliarden von den Banken fordert – und was wirklich dahintersteckt
Warum Italien jetzt Milliarden von den Banken fordert – und was wirklich dahintersteckt
- 1.400 Jahre altes Schatzgeheimnis: Mit diesem Trick wurde er tatsächlich gefunden
1.400 Jahre altes Schatzgeheimnis: Mit diesem Trick wurde er tatsächlich gefunden
Die Sporen, die sich dabei gemütlich ins feuchte Bad einnisten, haben es in sich. Sie können die Bronchien reizen, Asthma verschlimmern und ihretwegen fühlt man sich matt, müde oder bekommt Kopfschmerzen. Ganz ehrlich: Wer will das freiwillig riskieren?
Chemische Keule à la Bleichmittel? Bringt meist wenig. Solche Mittel wirken hauptsächlich auf nicht porösen Flächen – doch in der Dusche begegnen uns nun mal überwiegend poröse Oberflächen wie Fugen, Silikon und Abdichtungsmaterial. Da dringt die Feuchtigkeit spielend ein, Schimmelpilze wurzeln sich ein. Was das Chlor macht: Oberflächlich aufhellen. Was es leider auch macht: Es drückt die Schimmelsporen tiefer ins Material, wo sie sich erneut ausbreiten und bald noch sichtbarer werden. Schlimmer noch: Wiederholte Verwendung kann zu allergischen Reaktionen, Haut- und Augenreizungen, Atemproblemen und Kopfschmerzen führen. Besonders gefährlich wird’s in kleinen, schlecht gelüfteten Räumen – also genau dort, wo Schimmel am meisten nervt.
Der 10-Minuten-Trick: Schimmelentfernung ohne Bleichmittel
Keine schwarze Magie, sondern Chemie ganz harmlos: Wasserstoffperoxid ist beim Schimmel-Duell der Held der Stunde. Der Trick ist denkbar einfach:
- Fülle einen sauberen Sprühflakon mit zwei Dritteln Wasser und einem Drittel Wasserstoffperoxid.
- Sprühe großzügig auf alle betroffenen Flächen – Fliesen, Fugen, Ecken, überall dort, wo du Schimmel siehst.
- Lass die Mischung mindestens zehn Minuten einwirken. Ist es zu schnell trocken, nachsprühen!
- Danach mit einer Bürste oder einem Tuch gründlich schrubben.
- Anschließend mit klarem Wasser abspülen.
Diese Methode funktioniert besonders gut bei Fugen und Fliesen – also überall dort, wo Bleichmittel keine Chance hat. Und: Die Wirkung hält länger an, der Schimmel kommt viel seltener zurück.
- Für Silikonfugen gilt: Die Methode hellt frische Flecken zwar etwas auf, bei starkem, tiefem Befall hilft aber nur noch eines – das alte Silikon restlos entfernen und mit einem speziellen, feuchtigkeitsbeständigen Badezimmer-Silikon frisch verfugen.
Weitere Pflege- und Vorbeugungsmaßnahmen für ein schimmelfreies Bad
Für die alltägliche Badpflege sind weitere „Waffen” gegen Schimmel hilfreich – aber bitte sanft! Hier bewährt sich das Duo Einmachessig (weißer Haushaltsessig) und Natron weiterhin, genauso wie professionelle Antischimmel-Sprays an besonders exponierten Stellen. Bei all dem gilt: Weniger ist manchmal mehr, vor allem, wenn Silikonfugen betroffen sind. Lieber einmal gründlich erneuern als endlos schrubben.
Doch auch nach der Reinigung entscheidet die Feuchtigkeit über Sieg oder Niederlage im ewigen Kampf gegen den Schimmel. Heiße Duschen sorgen für viel Wasserdampf, der an kalten Wänden und Ecken kondensiert.
Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick:
- Eine funktionierende Belüftung (VMC oder sogar eine VMC mit Wärmerückgewinnung) und – falls vorhanden – das Fenster für einen Frischluftschub öffnen.
- Nach jeder Dusche die Duschwände und Fugen mit einem Abzieher oder Tuch trocknen.
- Regelmäßiges (wöchentliches) Putzen von Fugen, Duschvorhang und Decke – am besten mit angepassten Reinigern.
- Regelmäßige Prüfung von Fugen und Sanitärinstallationen auf kleine Undichtigkeiten.
- Für sehr feuchte Badezimmer: Ein programmierbarer elektrischer Luftentfeuchter hilft, das Klima dauerhaft zu verbessern.
- Falls Schimmel trotz allem immer wiederkehrt oder sich gar undichte Stellen im Verborgenen verstecken: Nicht zaudern, sondern einen Fachmann für Sanitär oder Feuchtigkeitsschutz kontaktieren!
- „In nur 30 Tagen ernten – diese 3 Wintergemüse trotzen jedem Frost“
„In nur 30 Tagen ernten – diese 3 Wintergemüse trotzen jedem Frost“
- Warum schläft dieser Hund jede Nacht bei dem Jungen? Die Lösung schockiert
Warum schläft dieser Hund jede Nacht bei dem Jungen? Die Lösung schockiert
Gute Planung schützt doppelt: Tipps für den nächsten Badumbau
Wer sowieso einen Umbau plant, kann mit ein paar einfachen Entscheidungen sein Bad nahezu schimmelsicher machen: Eine offene Dusche (à l’italienne) braucht weder störende Schienen noch Profile, steht nie im Wasser und wird vom Luftzug gleich mitgetrocknet. Oberflächen ohne Fugen – zum Beispiel Echtsteinplatten oder Mikrozement – reduzieren die gefährlichen, schlecht trocknenden Ecken auf ein Minimum.
In Verbindung mit einer guten Lüftung und einer schnellen Abwischroutine nach jedem Sprüherlebnis bleibt so das Badezimmer langfristig das, was es sein sollte: Ein Ort zum Wohlfühlen – und nicht für Schimmel!
Kurz gesagt: Schimmel im Bad ist ärgerlich, aber kein Schicksal. Mit Wasserstoffperoxid, sinnvoller Pflege und klug geplanten Materialien hat die Plage wenig Chancen – und das ganz ohne Javel und Tränengas-Feeling.