Dieses überraschende Gemüse essen Japans Hundertjährige jede Woche, um länger zu leben

 

Was, wenn das Geheimnis für ein langes und gesundes Leben nicht im Fitnessstudio oder in teuren Superfoods liegt, sondern in einer knallvioletten Knolle, die jede Woche auf dem Teller landet? Willkommen auf Okinawa, der Insel der Hundertjährigen, wo ein überraschendes Gemüse im Rampenlicht steht: der Beni Imo – die violette Süßkartoffel!

Okinawa: Insel der Langlebigkeit – und der violetten Knolle

Wenn es um Langlebigkeit geht, führt kaum ein Weg an Japan vorbei. Und ganz besonders gilt dies für die Insel Okinawa. Diese Region genießt weltweite Berühmtheit, weil hier mehr Hundertjährige leben als irgendwo sonst. Drei Mal mehr, um genau zu sein – so berichten es Studien. Doch die Menschen auf Okinawa leben nicht nur besonders lange, sondern auch besonders gesund und vital. Was steckt dahinter?

Das Geheimnis ihrer erstaunlichen Lebensdauer liegt nicht bloß im aktiven Lebensstil, sondern auch – tada! – in ihrer Ernährung. Dabei nimmt ein Gemüse eine Hauptrolle ein: der Beni Imo oder die lila Süßkartoffel. Sie landet so regelmäßig auf dem Teller, dass sie auf Okinawa bis zu 70 % der täglichen Nahrungsaufnahme ausmacht. In Sachen Vielseitigkeit macht ihr so schnell keiner was vor. (Langweilig wird’s trotzdem nicht: Wer ab und zu den Kochlöffel schwingt, weiß, wie viele Möglichkeiten so eine Knolle bietet.)

Warum ausgerechnet Beni Imo? Der Überlebenskünstler unter den Gemüsen

Jetzt fragt man sich natürlich: Warum schwören gerade die Okinawaner auf diese violette Knolle und nicht auf Karotten, Brokkoli oder Quinoa?

  • Beni Imo trotzt den Launen des Wetters – und davon gibt’s auf Okinawa reichlich! Typhoons können so ziemlich alles zerstören, aber nicht diese Süßkartoffel. Denn sie wächst gut getarnt und geschützt unter der Erde.
  • Das macht sie zu einer verlässlichen, nahezu unverwüstlichen lokalen Energiequelle, egal ob es draußen stürmt oder die Sonne scheint.

Kein Wunder also, dass der Beni Imo zum Grundnahrungsmittel avanciert ist – hier gibt es keine Risikoaufschläge für Lieferketten.

In der violetten Färbung liegt die Kraft: Was macht Beni Imo so besonders?

Beni Imo überzeugt nicht nur durch sein leuchtend-violettes Äußeres, sondern steckt auch innerlich voller Superkräfte (ohne dabei mit Superhelden-Capes aufzufallen). Verantwortlich dafür sind Anthocyane – natürliche Farbstoffe mit beeindruckender antioxidativer Wirkung. Sie spielen eine zentrale Rolle in der Vermeidung altersbedingter Krankheiten und helfen, den Stoffwechsel auf Trab zu halten.

  • Reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen
  • Kalorienarm und besitzt einen moderaten glykämischen Index
  • Trägt dazu bei, das Körpergewicht zu stabilisieren und liefert gleichzeitig essentielle Nährstoffe

All das macht Beni Imo zu einem hervorragenden Begleiter für alle, die Wert auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung legen (und sich den Traum vom Alter als fitter Rentner erfüllen möchten).

Beni Imo: Kein Wundermittel, aber eine schmackhafte Bereicherung

Nun eines vorweg: So knackig und extravagant Beni Imo daherkommt, als „Wundernahrung“ wäre sie übertrieben beworben. Die Hundertjährigen von Okinawa setzen nicht nur auf diese Knolle, sondern profitieren von einer insgesamt pflanzenbetonten Ernährung, die wenig rotes Fleisch oder verarbeitete Produkte enthält. Soja, Fisch und Gemeinschaftsgeist – das komplette Paket sorgt für ein längeres, gesünderes Leben und einen aktiven Alltag.

Die regelmäßige Integration von Beni Imo in einen ausgewogenen Speiseplan stärkt das Immunsystem, trägt zum Wohlbefinden bei und lässt sich ganz einfach umsetzen. Zubereiten lässt sich Beni Imo unkompliziert:

  • Im Ofen oder Dampfbad gegart – als nahrhafte Beilage
  • Als bunter Farbtupfer im Smoothie (und als süßer Joker, wenn’s mal nicht ganz so herzhaft sein soll)
  • Auch für japanische Desserts und als süß-milde Geschmackskomponente ein echter Gewinn

In manchen spezialisierten Lebensmittelgeschäften kann man das lila Gemüseschätzchen sogar außerhalb Japans ergattern. Die unkomplizierte Zubereitung sorgt dafür, dass wirklich jede:r Beni Imo in die eigene Küche integrieren kann – ganz ohne Zauberei.

Wer also auf der Suche nach einem neuen Baustein für ein vitales langes Leben ist, muss nicht gleich nach Okinawa auswandern. Schon die regelmäßige Portion Beni Imo, eingebettet in ein ausgewogenes, buntes Essverhalten, ist ein Schritt in Richtung Wohlbefinden und Langlebigkeit. Vielleicht steigt nach dem nächsten Bissen sogar die Lust auf eine extra Runde Spaziergang – ganz wie die agilen Hundertjährigen von Okinawa!

 

Clara Hoffmann
Verfasst von Clara Hoffmann

Clara Hoffmann ist Journalistin und Redakteurin mit Schwerpunkt auf Gesellschaft, aktuelle Themen und Psychologie. Sie analysiert gesellschaftliche Entwicklungen, zwischenmenschliche Fragen und die psychologischen Hintergründe des Alltags mit Klarheit und Feingefühl.

Sorry, no posts were found.