Jahrelang falsch gewaschen? Diese versteckte Waschmaschinenfunktion zeigt kaum jemand!

 

Wer seine Waschmaschine schon immer im Sparmodus betreibt und dabei denkt, alles richtig zu machen, könnte gleich ein Aha-Erlebnis haben: Es gibt eine versteckte Funktion, die Sie vermutlich nie oder nur selten nutzen – dabei schützt sie Kleidung UND Gerät. Haben Sie Ihre Wäsche also jahrelang falsch oder zumindest suboptimal gewaschen? Zeit für einen Blick hinter die geheimen Kulissen moderner Waschmaschinen!

Die unbekannte Funktion: Trommel reinigen – wofür und warum?

Die meisten aktuellen Waschmaschinen besitzen ein dezentes Lämpchen oder einen kleinen Hinweis im Display: „Trommel reinigen empfohlen“. Doch wer weiß schon wirklich, was es damit auf sich hat oder wie dieser Modus funktioniert? Diese Funktion existiert, damit der Innenraum der Maschine, besonders der Trommel, sauber bleibt. Klingt simpel, wird aber erstaunlich oft ignoriert oder gar nicht bemerkt.

  • Verhindert Schmutz- und Waschmittelrückstände im Gerät
  • Erinnert meist selbstständig daran, wenn eine Reinigung nötig wäre
  • Viele Nutzer kennen den Zweck oder die Aktivierung nicht

Zwischen 30 und 40 Grad – ein Fehler?

Viele Menschen – ich nehme mich da ausdrücklich nicht aus – nutzen ihre Waschmaschine immer gleich: Automatikprogramm, 30 bis 40 Grad, fertig. Umweltfreundlich, energiesparsam, sanft zu den Kleidungsstücken. Zumindest dachte ich das bisher auch – und damit bin ich laut mehreren Hausgeräteherstellern absoluter Durchschnitt: Fast jeder nutzt nur einen oder zwei Waschprogramme! Doch ein Techniker hat mich eines Besseren belehrt.

Wer ausschließlich bei niedrigen Temperaturen wäscht, spart zwar Strom und schont die Fasern, begünstigt aber gleich zwei Probleme:

  • Die Waschmaschine reinigt sich dabei nicht ausreichend selbst
  • Es sammeln sich Rückstände von Waschmittel, Weichspüler und Schmutz im Inneren an

Das Resultat ist nicht nur ein hygienisches Problem (Stichwort: Keime!), sondern kann langfristig auch die Maschine beschädigen.

Warum hohe Temperaturen unverzichtbar sind

Ich habe mich immer davor gedrückt, hohe Temperaturen zu wählen – aus Angst um meine Klamotten und wegen der Stromrechnung. 60 oder gar 90 Grad reservierte ich bislang nur für fettige Kochwäsche oder das sprichwörtlich matschige Hundebett. Doch laut Techniker war das schlichtweg falsch! Niedrige Temperaturen töten nicht alle Keime und Bakterien ab – selbst wenn die Kleidung nicht sichtbar schmutzig ist.

Programme mit 60 oder 90 Grad haben klare Vorteile:

  • Beseitigen Schmutz und hartnäckige Flecken viel gründlicher
  • Desinfizieren Bettwäsche, Handtücher oder Wäsche von kranken Personen effektiv
  • Töten Bakterien, Milben und Mikroorganismen ab, die bei niedrigen Temperaturen überleben können

Auch die Waschmaschine selbst profitiert: Gerade die Wärme sorgt dafür, dass sich angelagerte Reste auflösen, die ansonsten munter vor sich hin modern.

Mythen, Stromverbrauch und ein praktischer Tipp

Viele halten heiße Wäschezyklen für wahre Stromfresser. Richtig ist: Mit 30 Grad oder weniger kann man, laut OCU, bis zu 60 % Energie sparen – aber eben mit Kompromissen bei der Hygiene. Der Techniker erklärt: So „schlimm“ ist der zusätzliche Verbrauch bei 60 oder 90 Grad gar nicht, weil das Wasser nur in einer Zyklusphase richtig heiß wird, genau dann, wenn Waschmittel und Weichspüler am wirksamsten sind. Und: Nutzt man diese Programme nur gelegentlich und gezielt, vermeidet man oft ganz die separate Trommelreinigung bei 90 Grad – denn die frisst wirklich viel Strom.

  • Trommelreinigung wird überflüssig, wenn hin und wieder heiß gewaschen wird
  • Intensive Zyklen beugen Kalk und Rückständen wirksam vor

Abschließend: Wer seine Waschmaschine optimal betreiben möchte, sollte regelmäßig auch hohe Temperaturen nutzen. Das schützt Wäsche, Maschine und die eigene Nase – Sie sparen sich unangenehme Gerüche und teure Reparaturen. Denn was bringt Energieersparnis, wenn am Ende die Waschmaschine schlapp macht?

Fazit: Augen auf beim Wäschewaschen – das nächste Mal drücken Sie also ruhig mal auf 60 oder 90! Ihre Waschmaschine (und vermutlich Ihre Gesundheit) wird’s Ihnen danken.

 

Clara Hoffmann
Verfasst von Clara Hoffmann

Clara Hoffmann ist Journalistin und Redakteurin mit Schwerpunkt auf Gesellschaft, aktuelle Themen und Psychologie. Sie analysiert gesellschaftliche Entwicklungen, zwischenmenschliche Fragen und die psychologischen Hintergründe des Alltags mit Klarheit und Feingefühl.

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