Schockierende Entdeckung: Gibt es wirklich einen gigantischen Ozean 700 km tief unter uns?

 

Schockierende Entdeckung: Gibt es wirklich einen gigantischen Ozean 700 km tief unter uns?

Das Meer unter unseren Füßen: Die Entdeckung, die alles verändert

Dreimal so viel Wasser wie in allen Weltmeeren zusammen – das klingt wie Science-Fiction, ist aber laut neuesten Erkenntnissen Realität. Forscher haben ein gewaltiges Wasserreservoir tief unter der Erdoberfläche aufgespürt, etwa 700 Kilometer weiter unten, versteckt in der sogenannten Übergangszone zwischen oberem und unterem Erdmantel. Vielleicht sollten wir bei jedem Spaziergang am Strand daran denken, dass unter uns noch wesentlich größere Wassermassen schlummern – fernab jeder Badetemperaturen, aber mit durchaus weltbewegendem Einfluss.

Woher stammt das Wasser der Erde wirklich?

Was Geologen weltweit beschäftigt, scheint durch diese Entdeckung plötzlich in neuem Licht zu stehen: Wie kam das Wasser eigentlich auf unseren Planeten? Die gängige Theorie war bisher, dass Kometeneinschläge Wasser auf die Erde gebracht haben könnten. Doch die jüngsten Ergebnisse erzählen eine andere Geschichte. Die Ozeane könnten nach und nach aus dem Inneren unseres Planeten hervorgequollen sein. Steven Jacobsen von der Northwestern University in Evanston sagt dazu: „Es ist ein guter Beleg dafür, dass das Wasser der Erde von innen stammt.“

Und als ob das nicht schon beeindruckend genug wäre, erklärt Jacobsen, dass dieses versteckte Wasser sogar wie ein Puffer wirkt. Es trägt dazu bei, dass die Größe der Weltmeere über Millionen von Jahren bemerkenswert konstant bleibt. Ohne diesen unsichtbaren Speicher wäre unser Planet, nun ja, ziemlich nass – laut Jacobsen würden nur noch die Bergspitzen aus dem unendlichen Ozean ragen. Wer noch keinen Tauchschein hat, sollte also froh über diese geologische Badewanne tief unter unseren Füßen sein.

Experimentieren, Lauschen, Staunen: Wie das Wasser entdeckt wurde

Diese Entdeckung wäre ohne Hightech und Erdbebensensoren so unwahrscheinlich wie eine Trockenperiode in London. Jacobsen und sein Team setzten rund 2.000 Seismometer ein und analysierten die Daten von über 500 Erdbeben. Die dadurch ausgelösten seismischen Wellen durchqueren das Erdinnere – und, wie Jacobsen mit einem Augenzwinkern anmerkt, „lassen die Erde tagelang wie eine Glocke nachklingen“.

Das Team maß die Geschwindigkeit der Erdbebenwellen in verschiedenen Tiefen. Ein Trick verriet die Existenz des Wassers: Die Wellen wurden langsamer, sobald sie durch nasses, durchfeuchtetes Gestein wanderten. Trockenes Gestein hindert sie weit weniger. Um diese Theorie im Labor zu testen, züchtete Jacobsen Ringwoodit-Kristalle, setzte sie extremen Drücken und Temperaturen aus – exakt wie in 700 Kilometern Tiefe. Ergebnis: Sie fanden tatsächlich Hinweise auf feuchten Ringwoodit in der Übergangszone. Oder wie Jacobsen es treffend beschreibt: „Es ist Gestein mit Wasser an den Korngrenzen – fast, als ob es schwitzt.“

Bestätigung durch Diamanten und die Rolle des Ringwoodits

Die Entdeckung von Jacobsens Team erhielt zusätzliche Bestätigung durch eine aktuelle Studie unter der Leitung von Graham Pearson von der University of Alberta. Pearson untersuchte einen aus der Übergangszone stammenden Diamanten, der von einem Vulkan zur Oberfläche gebracht wurde. In diesem Diamanten entdeckte er wasserhaltigen Ringwoodit – ein echter Goldfund für Geologen, denn das ist der bislang überzeugendste Beleg dafür, dass sich in der Übergangszone tatsächlich große Mengen Wasser verbergen.

  • Ringwoodit: Ein Mineral, das bei extremem Druck Wasser speichern kann und sich bei rund 700 Kilometern Tiefe bildet
  • Übergangszone: Bereich im Erdinneren, der den oberen und unteren Erdmantel trennt
  • Seismische Wellen: Ihr Verhalten gibt Aufschluss über den Zustand des durchquerten Gesteins – quasi wie eine Sonde für Erdschichten

Fazit: Wer ab sofort bei Regenwetter flucht, sollte sich daran erinnern, wie viel „geheimes Wasser“ in unserem Planeten schlummert und wie wichtig dieser riesige Speicher für das Gleichgewicht an der Oberfläche ist. Es bleibt spannend, was das Erdinnere sonst noch alles verbirgt – fest steht, dass die Wissenschaftler mit jedem Fund ein weiteres faszinierendes Puzzleteil der Erdgeschichte entdecken. Und vielleicht hebt ja der nächste Erdbebenalarm nicht nur die Erde, sondern auch unser Verständnis für unseren blauen Heimatplaneten auf ein neues Level.

 

Clara Hoffmann
Verfasst von Clara Hoffmann

Clara Hoffmann ist Journalistin und Redakteurin mit Schwerpunkt auf Gesellschaft, aktuelle Themen und Psychologie. Sie analysiert gesellschaftliche Entwicklungen, zwischenmenschliche Fragen und die psychologischen Hintergründe des Alltags mit Klarheit und Feingefühl.

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