Fünf Heiztricks einer Architektin verblüffen tausende: So sparst du richtig Geld

 

Mit dem Herbst kommen nicht nur bunte Blätter und duftender Tee, sondern auch frostige Temperaturen und steigende Energiepreise. Während die einen sehnsüchtig auf den Sommer zurückblicken, fragt sich halb Deutschland: Wie kann man es zu Hause schön warm haben, ohne dabei das Geld aus dem Fenster zu werfen? Genau diese Frage hat Tausende im Netz bewegt und brachte eine junge Architektin dazu, die Social Media-Welt mit ihren Heiztricks zu verblüffen.

Eine Architektin, ein Twitter-Thread und ein viraler Hit

Am 25. September 2022 startete die 25-jährige Architektin Nel – so nennt sie sich im Netz – auf Twitter einen Thread, der Wellen schlug. Schon nach 24 Stunden gab es mehr als 4.700 Teilungen und über 19.500 Likes. Nel, die aus der Normandie stammt und Wert auf ihre Anonymität legt, ist übrigens nicht nur Architektin, sondern engagiert sich aktiv in Vereinen rund um ökologisches Bauen und menschenwürdiges Wohnen für alle. Nach einem erfolgreichen Twitter-Thread zur Abkühlung im Sommer war das Thema Kälteschutz für sie also eine logische Fortsetzung.

Trick 1: Die unsichtbaren Kältebrücken jagen

Nels erster und vielleicht wichtigster Tipp: Jagd auf Zugluft! Vor allem in alten Häusern und Wohnungen verstecken sich fiese Luftzüge gern an Türen, Fenstern und ihrem Holzwerk. Besonders gemein: Viele Luftlecks lauern direkt im Tür- oder Fensterrahmen. Wer also energetisch aufrüsten möchte, kann doppelt verglaste Fenster und isolierende Türen einsetzen. Und für alle, die nicht umbauen wollen, gibt es im Baumarkt günstige Fensterdichtungen und Türbodendichtungen bereits ab 10 Euro das Stück.

  • Fehlende oder spröde Dichtungen ersetzen: Einfach selbst mit Schaum- oder Gummiband für die Öffnungsseiten und Acryl- oder Silikondichtmasse für Spalten zwischen Rahmen und Wand einnsetzen.
  • Online gibt es viele Tutorials, um dabei nicht auf dem Schlauch zu stehen.

Trick 2: Richtig heizen heißt gezielt heizen

Warum das ganze Haus auf subtropische Temperaturen bringen, wenn man sich ohnehin meistens im Wohnzimmer aufhält? Nel empfiehlt, Türen konsequent geschlossen zu halten und nur die Räume zu heizen, in denen man auch wirklich Zeit verbringt. Ideal seien hier 19–20 °C, während Küche, Bad und Flure ruhig deutlich kühler bleiben dürfen. In Schlafzimmern reicht meist sogar schon eine Temperatur von 16–17 °C – mit einer dicken Bettdecke aus Daunen, Wolle oder Thermoplüsch schläft es sich gleich viel besser.

  • Dicke Thermovorhänge vor Fenstern halten zusätzliche Wärme zurück – aber bitte die Heizkörper nicht verdecken!
  • Große Teppiche auf Fliesen oder Parkett verhindern, dass Füße am Boden festfrieren und sorgen für ein angenehmeres Raumgefühl.

Trick 3: Lüften – der unterschätzte Heizhelfer

Es klingt paradox, aber Nel betont: Wer regelmäßig lüftet, hat es drinnen schneller warm! Klingt nach Zaubertrick, ist aber Physik. Denn unsere Aktivitäten reichern die Luft nicht nur mit allerlei Schadstoffen, sondern vor allem mit Feuchtigkeit an. Feuchte Luft lässt sich deutlich schlechter und energieaufwändiger erwärmen als trockene – und tut der Gesundheit auch keinen Gefallen.

  • Regelmäßig, mindestens einmal täglich für 10 Minuten, querlüften – idealerweise am Morgen, indem gegenüberliegende Fenster geöffnet und die Heizkörper kurz aus gestellt werden.
  • Die Lüftung ruhig weiterlaufen lassen und Luftzufuhr nicht blockieren!

So lebt es sich nicht nur gesünder, sondern auch energieeffizienter – und der Heizverlust durch Dauerzugluft wird effektiv gestoppt!

Trick 4 & 5: Kork und Kuschelfaktor – die Geheimwaffen für kleine Budgets

Für Sparfüchse (oder Mieter, die nicht gleich alles umbauen dürfen) hat Nel einen weiteren heißen Tipp: Korkrollen! Klingt irgendwie nach Bastelstunde, ist aber ziemlich genial. Kork ist ein natürliches, günstiges, fäulnissicheres und leicht zu verarbeitendes Isoliermaterial. Es kann problemlos an Außenwänden angebracht werden – einfach auf die gewünschte Größe zuschneiden und mit passendem Kleber befestigen. Selbst temporäre Montage in Mietwohnungen ist unter bestimmten Bedingungen möglich. Damit lässt sich das bewährte Camper-Insider-Wissen, das Van-Besitzer schätzen, direkt nach Hause holen!

  • Korkrollen an kalten Außenwänden reduzieren Wärmeverluste und sorgen für Behaglichkeit.

Und dann gibt es noch den ultimativen Tipp, wenn alle Stricke reißen: Kleidung! Der Winter ist die beste Ausrede für den Zwiebellook – polare Fleecepullis, dicke Socken und Thermounterwäsche helfen mehr, als man denkt. Sommerpyjamas und T-Shirts am Nachmittag? Das war gestern. Wer richtig sparen will, setzt auf mehrere bequeme, warme Schichten. „Vor allem Thermounterwäsche ist genial“, schwärmt Nel.

Fazit: Mit einem Mix aus einfachen Handgriffen, klugen Gewohnheiten und ein paar günstigen Investitionen lässt sich der Winter ganz entspannt bewältigen. Nels Tipps zeigen: Ein warmes Zuhause muss kein Vermögen kosten – und manchmal hilft ein bisschen handwerklicher Ehrgeiz, eine Prise Humor und ein dicker Pullover mehr als teure Technik.

 

Clara Hoffmann
Verfasst von Clara Hoffmann

Clara Hoffmann ist Journalistin und Redakteurin mit Schwerpunkt auf Gesellschaft, aktuelle Themen und Psychologie. Sie analysiert gesellschaftliche Entwicklungen, zwischenmenschliche Fragen und die psychologischen Hintergründe des Alltags mit Klarheit und Feingefühl.

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