Wussten Sie das? Diese überraschende Verbindung steckt hinter bekannten Markennamen
Wer heutzutage durchs Internet surft, hinterlässt ganz schön viele digitale Fußspuren – garantiert größer als die auf Ihrem letzten Strandspaziergang! Und ein oftmals unterschätzter Begleiter auf dieser Reise ist: Ihre IP-Adresse!
Die IP-Adresse – was verbirgt sich dahinter?
Ihre IP-Adresse ist eine Zahlenreihe, die von Ihrem Internetanbieter für jede Verbindung ins Internet vergeben wird. Doch anders als Ihr Haustürschlüssel ist sie nicht immer eindeutig Ihrem Gerät zugeordnet – und schon gar nicht stabil. Sie kann sich ändern, ist also so wechselhaft wie das Wetter im April!
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Die IP-Adresse dient dazu, Informationen quer durchs World Wide Web zu schicken. So kann über sie z.B. Werbung oder anderer Inhalt gezielt auf Ihrem angeschlossenen Gerät landen. Kurzum: Sie ist das digitale Einfallstor für Daten auf Ihrem Gerät – funktionieren tut das aber auch, wenn Sie gar nicht wissen, dass da gerade Datenpakete ein- und ausziehen.
Gerätekennung und Cookies: Hinweise zum Wiedererkennen
Ein Gerät hinterlässt nicht nur Spuren durch seine IP-Adresse. Es gibt noch etwas Spezielles: den Geräte-Identifier! Dabei handelt es sich um eine individuelle Zeichenkette – normalerweise vergeben durch ein Cookie oder andere Speichertechnologien. Diese Kennung kann erstellt und abgerufen werden, zum Beispiel, um Sie beim nächsten Besuch wiederzuerkennen. Das klappt übrigens nicht nur auf einer Website, sondern auch seitenübergreifend und sogar in verschiedenen Apps. Big Brother is watching you… äh, zumindest Ihre Zeichenkette!
- Ihre IP ist nicht immer gleichbleibend, Gerätekennungen sind es zumeist schon.
- Gerätekennungen ermöglichen Wiedererkennung auf verschiedenen Seiten und in diversen Anwendungen.
- Die Vergabe läuft z.B. über Cookies oder andere Technologien.
Probabilistische Identifikation: Wenn nichts mehr eindeutig zuzuordnen ist
Jetzt wird’s spannend! Mit mehreren Merkmalen können sogenannte “probabilistische Identifikatoren” erzeugt werden. Hier arbeitet man mit Wahrscheinlichkeiten – es werden z.B. der genutzte Browser, das Betriebssystem und die aktuelle Verbindungs-IP kombiniert. Stimmen mehr Merkmale überein, steigt die Chance, dass es sich wahrscheinlich um dasselbe Gerät handelt.
Mit Ihrer Erlaubnis könnten sogar Schriftsätze, Display-Auflösung oder weitere technische Einzelheiten als weitere Puzzleteile beitragen. Doch Vorsicht: Diese Methode ist nicht unfehlbar – verschiedene Geräte können zufällig ganz ähnliche Angaben machen und manchmal auch dieselbe Internetverbindung nutzen. Das System bleibt deshalb “probabilistisch” – eben keine exakte Wissenschaft, sondern eher detektivisches Raten mit Daten.
- Geräte- und Verbindungsdaten werden kombiniert.
- Wird zusätzlich Ihre Zustimmung eingeholt, nutzt man noch weitere Merkmale.
- Gemeinsame Merkmale verschiedener Nutzer können zu Fehleinschätzungen führen.
Was verrät Ihre Online-Aktivität sonst noch?
Zugegeben: Die IP-Adresse und Gerätekennung wäre halb so wild – wenn es nicht noch mehr gäbe! Ihr Surfverhalten, die aufgerufenen Seiten, Suchanfragen und Klicks auf Inhalte oder Werbung werden natürlich auch erfasst. Daraus können Merkmale wie Interessen oder geplante Einkäufe abgeleitet werden – manchmal sogar Ihr Verbraucherprofil. Die Expedition durchs Netz gleicht somit gelegentlich einer unfreiwilligen Selbstoffenbarung beim digitalen Gläserrücken.
Übrigens gibt es noch ein Bonbon obendrauf: Ihre ungefähr Lokalisierung! Die kann ermittelt werden, etwa durch Ihre IP-Adresse – meist reicht es für einen Bereich mit etwa 500 Meter Radius. Also keine Sorge, Ihr exakter Standort bleibt tendenziell Ihr Geheimnis (vorausgesetzt, Sie posten jetzt nicht “Grüße aus der Badewanne am Münchner Hauptbahnhof”).
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Fazit: Verstecken zwecklos?
Die Verbindung zwischen Ihnen, Ihrem Gerät und dem Internet ist alles andere als anonym. Sei es die dynamische IP-Adresse, die beständige Gerätekennung oder die probabilistischen Erkenner – die Technik ist erfinderisch darin, Sie immer wiederzuerkennen. Wer Online-Dienste nutzt, gibt eine ganze Menge bekannt – teils sogar unwissentlich.
Tipp: Wer Wert auf Datenschutz und Privatsphäre legt, sollte sich mit Browser-Einstellungen, Cookies und Tracking-Mechanismen beschäftigen. Und keine Sorge: Auch digital darf man ein bisschen exzentrisch sein – Hauptsache, man weiß, wie viele Spuren man hinterlässt!