Sollten Sie mittags Ihren Boiler ausschalten? Auf diese schlichte Frage gibt es eine überraschende Antwort: Ja! Denn wer sich diesen einen Handgriff zur Gewohnheit macht, kann laut Experten tatsächlich mehrere Hundert Euro im Jahr an Stromkosten sparen – ohne auf Komfort zu verzichten oder sich beim morgendlichen Duschen mit eiskaltem Wasser abfinden zu müssen.
Der Boiler: Stromfresser mit Sparpotenzial
Jeder französische Haushalt nutzt seinen elektrischen Warmwasserbereiter – sei es in der Küche oder im Bad, das Gerät gehört zum Alltag dazu wie Croissant und Baguette zum Frühstück. Dabei ist dieses Badezimmer-Schwergewicht keineswegs nur Nebendarsteller auf der Stromrechnung: Laut der offiziellen Umweltagentur Ademe kann der Warmwasserbereiter bis zu 20% der jährlichen Stromkosten ausmachen, im Durchschnitt immerhin 11%. Faustregel: Je größer der Wassertank, desto höher fällt auch die Rechnung aus. Sparfüchse dürfen dennoch aufatmen, denn schon kleine Veränderungen im Nutzungsverhalten zeigen große Wirkung.
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Ein Drittel Strom sparen – ganz ohne Zauberei
Ademe erinnert daran: „Mit einfachen Gewohnheiten und guten Reflexen im Alltag lassen sich ein Drittel des beim Warmwasserbereiter eingesetzten Stroms sparen.“ Den Anfang machen zwei Klassiker:
- Den Boiler konsequent ausschalten, wenn mehrere Tage niemand zu Hause ist – das kennen viele.
- Doch auch im Alltag, etwa zur Mittagszeit, lohnt sich der Knopfdruck.
Warum? Weil das Gerät in den meisten Haushalten ohnehin nicht rund um die Uhr heißes Wasser nachliefern muss, sondern vor allem nachts aktiv ist. Kurz: Wer den Boiler mittags abschaltet, verpasst dem Stromzähler eine Pause – und dem Portemonnaie ein Lächeln.
Vom Experiment zur Bilanz: Enedis zeigt, dass es klappt
Die Idee mag simpel klingen, doch sie wurde 2022 von Enedis, dem Betreiber des Stromnetzes, an großem Maßstab erprobt. Thierry Sudret, der damals für Betrieb und Systeme verantwortlich war, berichtet von beeindruckenden Resultaten: An nur einem Tag konnte durch das zeitweise Ausschalten des Warmwasserbereiters zur Mittagszeit 2,4 Gigawatt an Strom eingespart werden. Das entspricht dem Durchschnittsverbrauch von – jetzt festhalten – 2,4 Millionen Franzosen. Sudret war begeistert: „Das war ein großer Erfolg.“
Ein bisschen Rechnen gefällig? Bei einem Strompreis von 0,1952 € pro kWh (Stand: September 2025) summieren sich die Einsparungen innerhalb von nur zwei Stunden auf etwa 468.480 Euro. Und täglich praktiziert, macht dieser kleine Trick die Stromrechnung auf Jahresbasis spürbar leichter.
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Was passiert während dieser Zeit? Sorgen unbegründet!
Wer jetzt befürchtet, mittags plötzlich auf dem Trockenen zu sitzen, kann beruhigt werden. Während des Experiments äußerten manche Haushalte zunächst ihre Bedenken. Doch Thierry Sudret gab Entwarnung:
- Zwischen 12 und 14 Uhr wird die Wassererwärmung einfach pausiert.
- Das Wasser, das bis dahin aufgeheizt wurde, steht weiterhin zur Verfügung – niemand muss also kalt duschen.
- Die eigentliche Erwärmung startet wieder nachts, wenn die Stromtarife meist ohnehin günstiger ausfallen.
Und für die Fälle, in denen das Warmwasserdepot tatsächlich mal leer sein sollte? Dafür gibt es die praktische Funktion „marche forcée“ (Zwangsbetrieb) – damit springt der Boiler auf Knopfdruck direkt an. So bleibt niemand im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Trockenen sitzen.
Sudret unterstreicht die Wirksamkeit: „Dieses System ist für die Menschen praktisch kaum spürbar, aber es ist äußerst effizient. 2,4 Gigawatt Einsparung – das ist beachtlich. Und es gab keinerlei Beschwerden von den Teilnehmern.“ Ein starkes Argument, gerade wenn die kalte Jahreszeit vor der Tür steht.
Fazit: Wer seinen Boiler zur Mittagszeit ausschaltet, schont Umwelt und Geldbeutel – und das ganz ohne Komfortverlust. Also: Mittags ein kleiner Handgriff, abends ein großes Lächeln beim Blick auf die Stromrechnung!