Vom Statisten zum Weltstar: So wurde er zum besten Schauspieler aller Zeiten

 

Vom Schatten zum Rampenlicht: Die erstaunliche Reise eines Schauspielers, der als unscheinbarer Statist begann und heute von vielen als der Größte überhaupt gefeiert wird. Die Rede ist natürlich von Daniel Day-Lewis – einem Namen, der im Kino für wahre Transformation und beispielloses Talent steht!

Bescheidene Anfänge: Der unauffällige Einstieg in die Filmwelt

Vor 54 Jahren ahnte noch niemand, was aus dem jungen Daniel Day-Lewis werden würde. Damals, im zarten Alter von 13 oder 14 Jahren, bekam er seinen ersten, nicht einmal im Abspann erwähnten Auftritt als Statist im Film Sunday Bloody Sunday (1971). Der Film schlug bereits bei seiner Veröffentlichung Wellen und brachte es direkt auf vier Oscar-Nominierungen. Wer hätte gedacht, dass einer der jungen Gesichter am Rande dieses Werks später als Ausnahmeerscheinung des modernen Films gelten würde?

Die Karriere begann somit im Schatten – aber dieser Schatten warf bereits einen langen, verheißungsvollen Streifen in die Zukunft.

Von der Bühne zurück auf die Leinwand: Der steinige Weg zum Starruhm

Nach seinem Debüt am Filmset wandte sich Day-Lewis zunächst dem Theater zu und absolvierte eine Schauspielausbildung. Sein Talent blieb – glücklicherweise für alle Cineasten – dem Kino nicht dauerhaft fern. In den 1980er Jahren tauchte er in einigen erwähnenswerten Produktionen auf, so etwa in Gandhi (1982) und Le Bounty (1984).

  • Erste Resonanz bei Kritikern fand er ab 1985, vor allem durch My Beautiful Laundrette und Zimmer mit Aussicht.
  • Schon damals überzeugte er in völlig unterschiedlichen Rollen und machte früh mit seiner Energie und seinem Drang nach Perfektion auf sich aufmerksam.

Wer Day-Lewis kennt, weiß ohnehin: Er gibt sich nie mit halben Sachen zufrieden – und das schon von Beginn an!

Die Kunst des völligen Eintauchens: Ein Schauspieler zwischen Genie und Obsession

Im Laufe der Jahre festigte Daniel Day-Lewis seine ganz besondere Arbeitsweise: Der Mann schlüpft nicht nur in eine Rolle – er lebt sie. Das brachte ihm nicht nur viele Preise, sondern auch einen nahezu mythischen Ruf ein:

  • Drei Oscars als Bester Hauptdarsteller – für Mein linker Fuß (1989), There Will Be Blood (2007) und Lincoln (2012). So viele wie kein anderer!
  • Weitere Nominierungen für Im Namen des Vaters (1993), Gangs of New York (2002) und Phantom Thread (2017).

Seine Methode? Ganz einfach – völlige Hingabe! So lebte er etwa während des Drehs zu Mein linker Fuß ausschließlich im Rollstuhl, um die Erfahrung authentisch zu verkörpern. In There Will Be Blood brillierte er als gieriger, gnadenloser Daniel Plainview und heimste dafür nahezu einhelligen Kritikerlob und unzählige Auszeichnungen ein. Als Abraham Lincoln überzeugte er zuletzt mit tiefer Empathie und Ernsthaftigkeit – das brachte ihm Oscar Nummer drei und zementierte seinen Status.

Über die Technik hinaus wurde sein Ruf durch seine konsequente Arbeitsweise geprägt: Immer wieder bereitete er sich akribisch auf seine Rollen vor und tauchte tief in historische Kontexte ein. Die Grenzen zwischen ihm und seinen Figuren verschwammen.

Abschied, Comeback und Legendenstatus

Mit Phantom Thread verabschiedete sich Daniel Day-Lewis 2017 offiziell in den wohlverdienten Ruhestand. Doch das lange Warten seiner Fans wird 2024 belohnt: Er kommt zurück! Im Langfilm Anemone, inszeniert von seinem Sohn Ronan Day-Lewis, in dem er auch als Co-Autor mitwirkt, steht er erneut vor der Kamera. Nicht nur seine Anhänger, sondern die ganze Filmwelt fiebert diesem Comeback entgegen.

So schließt sich ein Kreis: Aus einem kleinen, kaum erkennbaren Komparsen im oscarprämierten Film wurde über Jahrzehnte hinweg eine Ikone, die heute für viele zu Recht als der beste Schauspieler der Welt gilt. Schauspielkollegen, Kritikerinnen und Fans sind sich einig: Seine Karriere und seine kompromisslose Arbeitsweise haben ihm das Prädikat lebende Legende eingebracht.

Abschließend bleibt zu sagen: Wenn Sie das nächste Mal einen scheinbar unauffälligen Statisten im Abspann entdecken, schauen Sie lieber zweimal hin. Wer weiß, ob darin nicht der nächste Daniel Day-Lewis schlummert? Der Oscar wartet vielleicht schon!

 

Clara Hoffmann
Verfasst von Clara Hoffmann

Clara Hoffmann ist Journalistin und Redakteurin mit Schwerpunkt auf Gesellschaft, aktuelle Themen und Psychologie. Sie analysiert gesellschaftliche Entwicklungen, zwischenmenschliche Fragen und die psychologischen Hintergründe des Alltags mit Klarheit und Feingefühl.

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