Ein gewöhnlicher Ausflug in die Wildnis Australiens? Nicht für Richard Waldron und Shannon Lee. Was die beiden auf einer nebligen Straße im Ben Lomond Nationalpark in Tasmanien entdeckten, hat nicht nur sie, sondern auch das Internet in Staunen versetzt. Manchmal hält die Natur eben die größten Überraschungen bereit – und das direkt vor der eigenen Motorhaube!
Eine Fahrt, die alles veränderte
Die meisten Autofahrten durch den Ben Lomond Nationalpark gleichen einer Postkartenkulisse: beeindruckende Landschaften erstrecken sich unter dramatischen Himmeln, Kängurus hoppeln vorbei und irgendwo raschelt vermutlich ein Wombat durchs Unterholz. Für Waldron und Lee, beide tätig beim Tasmanian Rover Ski Club, wurde eine solche Fahrt zum unvergesslichen Erlebnis. Während sie sich auf der nebligen Bergstraße ihren Weg bahnten, tauchte plötzlich eine mystische Gruppe seltener Tiere wie aus dem Nichts im dichten Nebel auf.
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Die beiden staunten nicht schlecht, als fünf Echidnas – bekannt als „Ameisenigel“ – gemächlich die Straße überquerten. In ihren eigenen Worten: „Wir beide waren von Ehrfurcht erfüllt, als sie über die Straße liefen.“ Wer schon mal versucht hat, einen einzigen Echidna zu entdecken, weiß: die Tiere sind wahre Tarnkünstler und zeigen sich nur selten. Doch an diesem Tag zeigten sich gleich fünf auf einmal – und zwar in ungewöhnlicher Formation.
Die seltene Begegnung: Echidnas bei der Paarung
Was Waldron und Lee sich da anschauten, ist für Biologen ein seltener Glückstreffer: ein „mating train“. Diese. „Paarungskette“ ist ein besonderes Verhalten der Echidnas im australischen Winter. Normalerweise sind Echidnas notorisch einzelgängerisch, verstecken sich dank ihres natürlichen Camouflage-Talents meisterhaft und sind daher meist einzeln unterwegs. Umso außergewöhnlicher, fünf von ihnen in einer Gruppe zu beobachten.
Waldron und Lee zückten gerade noch rechtzeitig die Kamera und teilten ihr Video wenig später online – mit durchschlagendem Erfolg. Die Resonanz war enorm: „Uns wurde erst klar, wie besonders das war, als wir es auf TikTok posteten und die Kommentare sahen“, sagten sie. Viele Zuschauerinnen und Zuschauer teilten ihre Bewunderung – überhaupt schon einmal fünf Echidnas gemeinsam zu sehen, ist ein absoluter Glücksfall.
Echidnas: Wesenszüge auf einen Blick
- Echidnas, auch Ameisenigel genannt, sind in Australien, Tasmanien und Neuguinea heimisch.
- Sie sind mit ihren Stacheln und dem zurückhaltenden Wesen Igeln ähnlich – gehören aber zu einer ganz anderen Familie.
- Zusammen mit dem Schnabeltier bilden Echidnas die seltene Gruppe der Kloakentiere (Monotremes) – das sind Eier legende Säugetiere.
- Laut National Wildlife Federation leben Echidnas normalerweise zurückgezogen, was diese Beobachtung umso bemerkenswerter macht.
Kein Wunder also, dass das Video sowohl Wildtierfreunde als auch lokale Organisationen begeisterte. Die Initiative „Visit Northern Tasmania“ teilte den Clip mit den Worten: „Wie süß sind diese kleinen Kerle! Das erinnert uns daran, auf Tasmaniens Straßen vorsichtig zu fahren und an die einzigartige Tierwelt zu denken, mit der wir uns diesen Lebensraum teilen.“
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Schutz der Wildtiere: Gemeinsame Verantwortung auf Tasmaniens Straßen
Nicht nur Naturfreunde waren von der Szene gerührt – auch Tierschutzverbände nutzten die Szene, um an die Verantwortung aller Verkehrsteilnehmer zu erinnern. Immer wieder wird appelliert:
- Aufmerksam fahren, besonders bei schlechter Sicht.
- Rücksicht auf wildlebende Tiere nehmen – denn sie waren zuerst da!
- Das unglaubliche Maß an Biodiversität schätzen und schützen.
Solche Begegnungen halten uns die Schönheit und Verletzlichkeit unserer Umwelt vor Augen.
Der zufällige Blick auf die seltene Echidna-Paarungskette ist für Waldron und Lee mehr als nur eine spektakuläre Natursichtung. Es ist ein Beweis für die Magie, die in der Natur auf uns wartet – ob beim Autofahren durch neblige Berge Tasmaniens oder einfach auf einem Spaziergang im nächsten Park. Die Botschaft ist klar: Augen offen halten, Handy bereithalten – und sich auf kleine Wunder gefasst machen!