Bargeld oder doch lieber Karte? In einer Welt, die von kontaktlosen Zahlungen, Bankkarten und Smartphone-Transaktionen bestimmt wird, scheint Bargeld manchmal wie ein Relikt aus einer anderen Zeit. Dennoch bleibt es nach wie vor ein treuer Begleiter im Alltag – und das aus gutem Grund. Aber wie viel dürfen Sie eigentlich in Ihren eigenen vier Wänden oder in der Hosentasche horten? Und was sagt das Gesetz dazu? Wir bringen Licht ins Dunkel und lüften die Mythen um das Bargeld zu Hause – mit einem Augenzwinkern und natürlich dem nötigen Ernst.
Bargeld im Alltag: Noch lange kein Auslaufmodell
Die Kreditkarte zückt schneller als ihr Schatten, das Handy wird locker ans Lesegerät gehalten, und Überweisungen laufen dank Online-Banking wie geschmiert. Bargeld? Könnte man meinen, das brauche doch heute keiner mehr. Doch weit gefehlt! Laut Banque de France wird immer noch etwa die Hälfte aller Transaktionen mit Bargeld erledigt. Vor allem kleine Beträge für alltägliche Einkäufe wandern so von Hand zu Hand. Die gute, alte Münze hat also noch lange nicht ausgedient.
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Einige unter uns – ob aus Misstrauen gegenüber den Banken oder aus eiserner Gewohnheit – zahlen gerne auch größere Summen bar oder bewahren dicke Bündel unter dem Kopfkissen auf. Doch Achtung: Hier greift häufig das Gesetz, denn Bargeld ist und bleibt das Mittel der Wahl für all diejenigen, die am Fiskus vorbei wirtschaften möchten. Während bei bargeldlosen Zahlungsarten Nachverfolgbarkeit Trumpf ist, wird es bei Bargeld schwierig. Aber wie viele Scheine darf man denn nun eigentlich zu Hause stapeln?
Wie viel Bargeld darf man haben – und wo steht das?
Kurze Antwort: Es existiert keine gesetzliche Obergrenze, wie viel Bargeld Sie zu Hause oder in der Jackentasche haben dürfen. In der Theorie könnten Sie also problemlos mit Tausenden von Euros unterwegs sein – solange Sie dabei nicht die Landesgrenzen überwinden. Denn dann sieht die Lage plötzlich ganz anders aus.
- Das bloße Spazierengehen mit viel Bargeld im Inland ist nicht verboten – Handtaschen-Paranoia mal außen vor.
- Sobald Sie jedoch mit über 10.000 Euro Bargeld (oder auch Gold, Inhaber-Schecks, Zahlungsanweisungen etc.) eine Grenze der Europäischen Union übertreten, müssen Sie diese Werte anmelden.
- Diese Anmeldepflicht betrifft übrigens auch Ehepaare oder eingetragene Partnerschaften. Deren Vermögen wird in der Regel als gemeinsames Vermögen angesehen – es sei denn, ein Ehevertrag oder ähnliches beweist das Gegenteil.
Bargeld zu Hause: Matratzenlager unlimited?
Der Traum vom eigenen Bargeldschatz im Wohnzimmer ist verlockend. Aber wie sieht die Rechtslage tatsächlich aus? Auch hier gilt: Der Gesetzgeber schiebt Ihnen keine exakte Grenze unter die Tür. Sie dürfen so viel Bargeld zu Hause aufbewahren, wie Sie möchten – sofern Sie die Herkunft dieser Scheine belegen können.
- Wer dem Finanzamt brav den Betrag und die Herkunft seines Bargeld-Bestands meldet, kann ruhigen Gewissens auch große Summen im Schrank liegen lassen.
- In der Praxis wird jedoch eine Toleranzgrenze von 10.000 Euro zugrunde gelegt. Wird mehr gefunden, ohne dass Sie die Herkunft plausibel erklären können, kann das schnell als Steuerbetrug oder Geldwäsche ausgelegt werden.
Die Sache hat aber noch einen Haken: Ob die Aufbewahrung großer Summen als legal oder verdächtig bewertet wird, hängt auch von anderen Faktoren ab. Verdienen Sie sehr gut, erscheinen 10.000 Euro Cash zu Hause wenig verdächtig. Bei Geringverdienern hingegen können die Behörden stutzig werden – besonders, falls Sie nebenbei noch Gold, Schmuck oder antike Möbel im Wert von mehreren Scheinen lagern.
Sollten Sie also einmal mit einem Koffer voller Geldscheine durch die Straßen ziehen – vielleicht, weil Sie Monopoly etwas zu ernst genommen haben – ist es ratsam, eine gute Erklärung für die Polizei parat zu haben.
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Fazit: Augen auf und alles belegen!
Popcorn raus und Notizblock zur Hand: Wie viel Bargeld Sie zu Hause aufbewahren dürfen, hängt weniger von Gesetzestexten ab als von Ihrer Fähigkeit, die Herkunft des Geldes nachzuweisen. Machen Sie alles sauber und melden Sie große Beträge ordnungsgemäß, stehen Ihnen (fast) alle Türen offen. Überschreiten Sie allerdings die magische 10.000-Euro-Grenze und schweigen dazu beharrlich, könnte es dank Steuerfahndung und justizieller Neugier schnell ungemütlich werden.
Mein ganz praktischer Tipp: Weniger ist manchmal mehr – zumindest, wenn es um große Scheine im Kopfkissen geht! Und falls Sie vorhaben, auf Europa-Reise zu gehen, melden Sie Ihr Bargeld lieber einmal zu viel als zu wenig. So bleibt Ihnen Ärger erspart – und das Kopfkissen vielleicht ein kleines bisschen weicher.