Wie verwandelt man über Jahre gesammelt Kleingeld in ein echtes Kunstwerk – und hat dabei auch noch ein paar überraschte Blicke sicher? Die Familie Giles aus Shropshire liefert die Antwort. Statt sich mit einem neuen Linoleumboden oder schicken Fliesen zu begnügen, verwandelten sie ihre Küche in einen wahren Hingucker: mit 27.000 Ein-Cent-Münzen!
Aus Alt macht Glänzend: Der lange Weg zum Kupferboden
Die Idee, den Küchenboden mit Ein-Cent-Stücken zu verzieren, klingt zunächst wie eine Geduldsprobe für sehr Ruhige. Doch Matt und Amy Giles schreckte das keinesfalls ab. Jahrelang horten sie Münzen aus Kupfer. Mit der Zeit wuchs der Schatz stetig an – bis sie genug für ihr visionäres DIY-Projekt beisammen hatten. Die exakt gezählte Zahl? Über 27.000 Münzen. Zum Vergleich: Damit könnte man einen sehr schweren Geldbeutel füllen oder aber, wie bei Familie Giles geschehen, den ausgedienten Linoleumboden nach zehn Jahren endgültig in Rente schicken.
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Doch bevor es ans Kleben ging, musste erstmal gewechselt werden – und zwar wortwörtlich. Die Engländer waren Stammgäste bei verschiedenen Banken im Shropshire, um ihre Scheine in Centmünzen zu verwandeln.
- Kosten des gesamten Bodenprojekts: 315 Euro.
- Arbeitszeit: Sechs Wochen.
- Verbrauchter Lino: Zehn Jahre alt.
US-Inspiration trifft englische Präzision
Die Ursprünge dieser kupferglänzenden Idee liegen laut Matt Giles in Übersee. “Eigentlich war es Amys Idee und anscheinend ist das in den USA gerade sehr angesagt”, erzählt der Familienvater. Der sogenannte Penny Floor feiert in Amerika, unterstützt von zahlreichen TikTok-Videos, gerade seinen Einzug in kreative Haushalte. Doch dem globalen Trend zum Trotz ist so ein Boden in Europa nach wie vor eine Seltenheit.
Matt und Amy Giles konnten bei ihrem Vorhaben auf die Unterstützung von Freunden zählen – beim Aufbringen der Centmünzen eine wertvolle Hilfe. Damit das Ganze nicht zur Stolperfalle wird, verteilte Matt zuerst eine selbstnivellierende Masse für einen möglichst ebenen Untergrund. Erst danach wurde jede einzelne Münze sorgfältig platziert und schließlich alles mit Epoxidharz versiegelt. Das schützt vor Sonnenlicht und dem berüchtigten Verblassen der glänzenden Optik.
Schick, praktisch und ein bisschen wärmer als erwartet
Am Ende stand ein echtes Unikat. Matt war begeistert: “Das Epoxidharz gibt eine wirklich glatte Oberfläche – wie Glas.” Eigentlich hatten die beiden überlegt, auf klassische Fliesen zu setzen. Letztlich fiel die Wahl auf Kupfer völlig ohne Reue: “Es ist tatsächlich viel wärmer als Keramikfliesen, womit wir ehrlich nicht gerechnet hätten”, gibt Matt zu.
Amy selbst war überglücklich: “Ich habe das am Freitag im Internet gesehen und wir haben am nächsten Tag losgelegt. Wir lieben es.” Und wie so oft gilt: Die Realität schlägt das Internet. Amy schwärmt: “Man sieht die Fotos online und weiß, das wird gut. Aber wenn man es dann in echt sieht, ist es zehnmal schöner!”
Doch wie kommt eigentlich das Muster zustande? Das bleibt den Bastlern selbst überlassen. Manche richten alle Münzen mit derselben Seite nach oben aus; andere platzieren sie wild und unregelmäßig. Hauptsache, die Geduld reicht – pro Münze ein Punkt Kleber.
Der Ablauf ist dabei denkbar einfach – zumindest für Ausdauernde:
- Untergrund vorbereiten.
- Münzen einzeln mit Kleber befestigen.
- Nach dem Trocknen eine Dichtungsmasse auftragen.
- Abschließend mit Epoxydharz versiegeln und drei Tage aushärten lassen.
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Pflegeleicht, einzigartig – und definitiv ein Hingucker!
Wer jetzt denkt, der Aufwand wäre eine Lebensaufgabe, irrt: Mit einer Mischung aus Geduld, einer robusten Portion Humor und ein wenig Unterstützung von Freunden ist der Penny Floor tatsächlich machbar.
Praktischer Nebeneffekt: Kupferböden sind angenehm glatt und problemlos zu reinigen. Ein Wisch – schon glänzt’s wieder! Während die meisten Häuser bei der Bodengestaltung zu Naturfarben wie Holz, Metall, Grau oder Beige greifen, setzt dieses englische Familienprojekt ganz bewusst auf die selten gewählte kupferne Note.
Fazit: Wer einen Boden sucht, der wirklich ins Auge fällt, braucht vielleicht nicht das größte Budget – nur 27.000 Centstücke, ein wenig Epoxidharz und jede Menge Geduld. Und wenn Nachbarn oder Gäste das nächste Mal die Frage stellen, wo man so einen originellen Fußboden bekommt: einfach mit einem Augenzwinkern auf das Kleingeldglas zeigen!