Manchmal wartet die Geschichte nicht auf Archäologen – sie blinzelt überraschend aus dem Gras hervor, direkt unter der Hand eines aufmerksamen Hobby-Detektorgängers. Was zwei Amateure in Südwestengland fanden, ist ein atemberaubendes Beispiel dafür: Ein 1.400 Jahre altes angelsächsisches Artefakt, das die Archäologie auf den Kopf stellt. Und alles begann ganz unspektakulär, mit einem Spaziergang und einer Portion Neugier.
Von bescheidener Schatzsuche zum archäologischen Volltreffer
- Paul Gould und Chris Phillips, Mitglieder der Gruppe Ninth Region Metal Detecting, waren am 8. Januar 2025 auf ruhigen Feldern im Südwesten Englands unterwegs.
- Ihr Tag begann eher gewöhnlich: Sie entdeckten einen goldenen Ring mit einem Granatstein. Später wurde bestätigt, dass der Fund angelsächsischen Ursprungs ist.
- Doch schon wenige Meter weiter stießen ihre Metalldetektoren auf etwas Ungewöhnliches: Ein goldener Rabenkopf mit einem Auge aus funkelndem Granat.
Das gute Stück brachte stattliche 57 Gramm auf die Waage und wurde mit äußerster Sorgfalt aus der Erde geholt. Und entgegen dem Instinkt mancher Hobbyschatzsucher blieben Erde und Patina aus Respekt vor der Geschichte ganz bewusst erhalten.
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Ein Moment, der das Herz höherschlagen lässt
Wer denkt, Archäologie sei trockenes Knochenzählen, hat Chris Phillips wohl noch nicht gesehen. Völlig überwältigt teilte er den Fund-Moment auf YouTube, seine Stimme vibrierte vor Freude: „Es ist unglaublich. Entschuldigung… ich bin einfach überwältigt.“
So klar ihnen die Bedeutung war, so verantwortungsvoll handelten sie auch. Die Schatzsuche wurde auf der Stelle gestoppt, Grundbesitzer und Denkmalbehörden informiert. Nur wenig später wanderte der bemerkenswerte Rabenkopf ins British Museum, wo Experten ihr Urteil fällten.
Ein Rabenkopf – und ein rätselhaftes Auge
- Die erste Datierung setzte den Fund ins 7. Jahrhundert – mitten in die blühende angelsächsische Periode.
- Der Rabenkopf begeistert mit feiner Handwerkskunst, doch vor allem sticht ein Detail ins Auge: Das zweite Granatauge fehlt.
Ob das Auge mit den Jahrhunderten verloren ging oder nie existierte? Diese Frage treibt Fachleute um. Faszinierend ist die Symbolik des Raben ohnehin: In der nordischen Mythologie steht der Vogel in enger Verbindung zu Odin, dem Gott des Krieges, der Weisheit und des Todes. Odin wird von zwei Raben, Hugin und Munin, begleitet. In den Legenden opfert Odin bekanntlich ein Auge – für mehr Erkenntnis. Ob das fehlende Granatauge Zufall oder ein poetisches Echo dieser Sage ist, bleibt offen. Mit einer Prise Gänsehaut lässt sich zumindest sagen: Der Fund wirkt fast wie eine Hommage an die alten Mythen.
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Ein Land voller unerwarteter Schätze – und neue Helden der Geschichte
Großbritannien hat Talent für archäologische Überraschungen: Sei es die legendäre Grabanlage von Sutton Hoo aus dem Jahr 1939 oder der Staffordshire-Schatz, der 70 Jahre später gehoben wurde – immer wieder werden die Kapitel des frühmittelalterlichen Englands neu geschrieben. Doch was den neuesten Fund der Hobby-Detektive wirklich einzigartig macht, ist nicht nur das Gold und der Granat, sondern der Moment des Staunens bei ihren Entdeckern. Er erinnert daran, dass Geschichte nicht immer nur den Profis vorbehalten ist – sondern jedem, der bereit ist, aufmerksam auf den Boden zu hören.
- Wer also schon einmal mit dem Gedanken gespielt hat, einen Metalldetektor zu kaufen und die eigenen Felder zu durchstreifen: Dies ist das Zeichen!
- Man weiß nie, was unter der Erde wartet – vielleicht das nächste offizielle Kapitel unserer Vergangenheit.
Sie möchten beim nächsten Mal vorn mit dabei sein – ob bei antiken Funden oder im Tech-Kosmos? Bleiben Sie neugierig: Glass Almanac bringt Ihnen die neuesten Trends rund um Technik, Wissenschaft und Unterhaltung. Schauen Sie vorbei und bleiben Sie der Zeit voraus!