Schön wär’s gewesen: Weniger als ein Euro für einen Einkaufswagen randvoll mit Waren im Wert von über 1.000 €? Klingt fast zu schön um wahr zu sein – und das war es auch. Doch eine Frau aus Saint-Étienne hat genau das versucht. Wir erzählen die wahre Geschichte eines spektakulären, aber zum Scheitern verurteilten Supermarkt-Tricks.
Ein ganz normaler Einkauf – oder doch nicht?
Am Nachmittag des 26. Oktober 2020 füllt eine 39-jährige Frau in einem Supermarkt in Saint-Étienne ruhig und bedacht ihren Einkaufswagen. Ihr Verhalten: unauffällig, wie das jeder anderen Kundin. Sie geht die Regale entlang, sucht sorgfältig aus, was sie so braucht. Doch was keiner weiß: Sie hat einen Plan im Kopf – und will am Ende für all diese Waren den Preis einer einzelnen Semmel zahlen.
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Der Plan: Technik trifft Dreistigkeit
Diese Kundin setzt auf modernste Selbstbedienungstechnologie. Mit der App „Scan Express“ scannt sie fleißig ihre ausgewählten Produkte. Der Trick: Sie scannt zwar alles, aber sie bestätigt nur die billigsten Waren im Wert von gerade einmal 88 Cent. Die restlichen, teuren Produkte will sie offenbar einfach so durch die Selbstbedienungskasse schleusen.
- Anwendung der Scan-App: Nur die günstigsten Artikel werden auch wirklich für den Kassiervorgang berücksichtigt.
- Warenwert: Über 1.000 €, gezahlt werden sollen 0,88 €.
- Planung ohne Kassenkraft: Der Supermarkt nutzt ausschließlich Selbstbedienungskassen, an denen die Kundin selbst scannt, bestätigt – oder eben nicht.
Das klingt fast wie ein „unwiderstehlicher Trick“, den die Frau offensichtlich wohl schon mehrfach versucht hat. Gewalt oder plumpe Grobheit war da nicht nötig – smarte (wenn auch illegale) Technik-Akrobatik sollte es richten.
Auf frischer Tat ertappt – das Ende des Einkaufsmärchens
Mit vollbeladenem Wagen steuert sie die Selbstbedienungskasse an. Wie zu erwarten, zeigt das Display einen winzigen Betrag: 88 Cent. Die Kundin zahlt artig mit ihrer Karte, verlässt scheinbar unkompliziert den Supermarkt – aber die Rechnung hat sie ohne einen weiteren „Mitarbeiter“ gemacht: die Security.
Was viele vergessen: Auch wenn in manchen modernen Märkten keine Kassiererinnen mehr benötigt werden und die Technik scheinbar alles regelt, gibt es immer noch das aufmerksame Personal im Hintergrund. Die Aufgabe der Sicherheitskräfte:
- Überwachung der Kunden und ihrer Transaktionen
- Schutz des Geschäfts und der übrigen Kundschaft
- Kontrolle der Kassenbons bei Verdacht
Kein Wunder also, dass der Wagen der 39-Jährigen mit Staunen beäugt wird, als sie die Kontrolle passiert. Die aufmerksamen Sicherheitsmitarbeiter zücken den Bon, vergleichen mit dem Überangebot an Waren im Wagen – und schnell ist klar: Hier stimmt was nicht! Die Frau wird gestoppt, zur Rede gestellt und das ganze Ausmaß ihres missglückten Spar-Tricks kommt ans Licht.
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Der Preis der Gier: Konsequenzen statt Schnäppchen
Auch wenn die Technik immer ausgefeilter wird, bleibt das Gesetz eindeutig: Wer bezahlt, was er nimmt – alles andere ist Diebstahl. Das musste die ambitionierte Schnäppchenjägerin spüren, als sie unter dem Verdacht des Ladendiebstahls angezeigt wurde. Sie wurde nicht nur zur Rückzahlung an den Supermarkt verpflichtet, sondern musste sich sogar für wiederholte ähnliche „Schnäppchen“-Versuche verantworten – offenbar war dieser Trick schon mehrmals ihre Strategie gewesen. Doch diesmal war Schluss mit lustig.
Die Moral der Geschichte lässt sich durchaus mit einem Augenzwinkern zusammenfassen:
- Auch Selbst-Scan-Kassen scannen am Ende mehr als nur Waren: Sie scannen Vertrauen – und das sollte man nicht überstrapazieren.
- Wer meint, mit Pfennigtricks durchzukommen, sieht sich oft mit euro-schweren Konsequenzen konfrontiert.
- Und: Supermarktpersonal entwickelt nicht nur Muskeln beim Kistentragen, sondern auch Adleraugen fürs ungewöhnliche Verhalten.
Fazit: Wer wirklich günstig einkaufen will, sollte vielleicht auf Sonderangebote achten – und nicht auf ausgeklügelte Betrugsversuche setzen. Denn die sind meist günstiger… für den Supermarkt!