Im Winter werden die Hecken leer und die Futterstellen füllen sich – mitunter mit dem Schlechtesten für die Vögel. Hinter manchen billigen industriellen Fettkugeln, aufgepeppt mit Zusätzen wie Sägemehl, Weizen, geschrotetem Mais oder Milo, lauern Risiken wie Trichomonose und Salmonellose, verstärkt durch die Enge an den Futterplätzen. Fachleute wie James Ewens und James Jaques warnen: auf Talg, natürliche Öle und nährstoffreiche Samen setzen, Netze vermeiden und die Futterstellen sauber halten. Füttern – ja, aber ohne den Garten in einen Herd für Krankheitserreger zu verwandeln.
Fettkugeln – ein Klassiker im Winter
Wenn der Winter naht und die Temperaturen fallen, kümmern wir uns gern um die Vögel in unseren Gärten, oft indem wir ihnen Fettkugeln anbieten. Diese kleinen, praktischen und erschwinglichen Produkte finden schnell ihren Platz an den Futterstellen. Aber sind sie wirklich harmlos? Das hängt letztlich von der Qualität des Produkts ab.
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Hinter ihrer Beliebtheit lauert ein Risiko
So beliebt sind diese Fettkugeln vor allem, weil sie so unkompliziert sind: leicht aufzuhängen und für viele Arten attraktiv. Doch Billigware aus industrieller Fertigung bereitet ernsthafte Probleme. Sie enthält nicht nur teils fragwürdige Zutaten, sondern kann Futterstellen auch in Krankheitsherde verwandeln. Bei hoher Vogeldichte breiten sich Erreger, die Salmonellose oder Trichomonose auslösen, schnell aus – und das lässt sich kaum ignorieren.
Die Zusammensetzung richtig lesen – Gefahren erkennen
Haben Sie sich schon einmal gefragt, was in manchen dieser Billigkugeln tatsächlich steckt? Ihr Aussehen kann täuschen. Laut James Ewens deuten Inhaltsstoffe wie Sägemehl, roter Milo oder Calciumcarbonat auf minderwertiges Futter hin, das oft nur zur Kostensenkung beigemischt wird. Diese Komponenten haben wenig Nährwert und nützen den Vögeln nicht.
Zusätzlich bergen in Plastiknetzen verpackte Kugeln ein weiteres Risiko. Vögel können sich darin verfangen und verletzen, weshalb Fachleute wie die LPO von ihrem Gebrauch abraten.
Wie wählt man sicheres und nahrhaftes Futter?
Wie füttern wir unsere gefiederten Freunde, ohne ihnen zu schaden? Hier ein paar einfache Hinweise für die richtige Wahl:
- Achten Sie auf Fettkugeln mit Talg, natürlichen Ölen und nahrhaften Samen wie Sonnenblumenkernen oder Erdnüssen.
- Vermeiden Sie Netzmodelle, um Verletzungen vorzubeugen.
- Reinigen Sie Ihre Futterstellen regelmäßig, um die Ausbreitung von Krankheiten zu begrenzen.
James Jaques von der RSPB betont außerdem, wie wichtig Abwechslung ist. Ergänzungen wie Obst oder Mehlwürmer decken die speziellen Nährstoffbedürfnisse mancher Arten besser ab.
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Eine einfache Geste mit großer Wirkung
Vögel im Winter zu füttern ist eine schöne Geste, verlangt aber etwas Umsicht. Wer die angebotenen Produkte sorgfältiger auswählt, schützt ihre Gesundheit – und genießt ihre fröhliche Präsenz in unseren Gärten umso länger. Nehmen Sie sich beim nächsten Kauf von Fettkugeln einen Moment Zeit, um die Zutatenliste zu lesen. Sie werden sehen: Der Unterschied ist enorm.