Alarmierende Szenen im Atlantik: Russisches U-Boot verliert Treibstoff direkt ins Innere

 

Alarmierende Szenen im Atlantik: Russisches U-Boot verliert Treibstoff direkt ins Innere

Die Weltmeere sind normalerweise friedlich – es sei denn, ein russisches U-Boot sorgt für gehörig Wirbel an der Oberfläche. So geschehen kürzlich mit der B-261 Novorossiysk. Was als Routineeinsatz begann, endete mit einem Problem, das wohl jeder Autofahrer fürchtet: einem kapitalen Leck im Treibstoffsystem. Nur dass hier nicht die Straße, sondern der Atlantik betroffen ist.

Ein U-Boot in Not: Die kritische Lage der Novorossiysk

Nach Angaben der russischen Oppositions-Telegram-Kette Tschéka-OGPU erleben wir derzeit eine haarsträubende Episode auf hoher See. Die Novorossiysk, einst an die Schwarzmeerflotte angeschlossen und zeitweise sogar in Syrien stationiert, kämpfte mitten im Mittelmeer mit „schweren technischen Problemen“.

  • Eine defekte Treibstoffanlage führte dazu, dass Treibstoff unkontrolliert direkt in den Schiffsbauch lief.
  • Auf dem anonymen Telegram-Kanal wird präzisiert: „Weder Ersatzteile, noch qualifizierte Spezialisten sind an Bord.“
  • Das Unglück führte zu mehreren Folgeproblemen, nicht zuletzt, weil der gesammelte Treibstoff im Inneren des U-Bootes hoch explosiv ist.

Laut der Quelle blieb der Crew nach diesem schwerwiegenden Defekt gar nichts anderes übrig, als damit zu beginnen, den Treibstoff aus dem Bauch des U-Boots nach außen zu befördern – und mal eben ins Meer zu entlassen. Sicherlich keine empfohlene Methode der Müllentsorgung!

Reparatur in Sicht? Die Fluchtroute Richtung Heimatstützpunkt

Der angeschlagene russische Koloss wurde am Freitag, dem 26. September, auf der Meeresoberfläche im Bereich der Straße von Gibraltar gesichtet und sogar fotografiert. Dies spricht Bände, denn U-Boote tauchen normalerweise lieber ab, als im Blitzlichtgewitter aufzutauchen.

Die Novorossiysk wird wahrscheinlich in den nächsten Tagen die Straße von Pas-de-Calais passieren – ein Vorgang, den sie offenbar schon fast routinemäßig vollzieht – um Reparaturmaßnahmen auf einer russischen Basis einzuleiten. Bleibt zu hoffen, dass sie bis dahin heil ankommt und man der Besatzung vielleicht wenigstens einen Werkzeugkasten gönnt.

Technische Daten und Bedeutung des U-Boots

Die Novorossiysk ist übrigens kein Einzelstück, sondern Teil einer Flotte von insgesamt 24 Kilo-Klasse U-Booten, gebaut zwischen 1984 und 2016. Dieses spezielle Exemplar verließ die Werft in Sankt Petersburg im November 2014. Knapp 72,80 Meter lang, bringt es es auf 2.350 Tonnen über Wasser und 3.100 Tonnen, sobald es abtaucht.

  • Die Crew: 52 Personen, darunter 12 Offiziere
  • Der Antrieb: Diesel-elektrisch, mit zwei Dieselmaschinen mit zusammen 5.900 PS

Laut Tschéka-OGPU sind besonders die mit Raketen bestückten Schiffe wie die Novorossiysk für die russische Schwarzmeerflotte von hohem Wert – und davon gibt es nicht viele. Dass ausgerechnet solche Exemplare wegen technischer Probleme stillgelegt werden müssen, sorgt für Ärger: „Eins nach dem anderen kehren die Schiffe, abgedeckt mit Planen, zur Basis zurück.“

Das Schicksal der Schwarzmeerflotte: Zwischen Selbstzerstörung und Unfähigkeit

In den Reihen der russischen Flotte gibt es laut der anonymen Quelle Frust: Wer trägt eigentlich die Verantwortung, wenn plötzlich die Hälfte der Flotte stillgelegt bleibt? Inzwischen hat die ukrainische Armee bereits etliche Schiffe der russischen Flotte im Schwarzen Meer versenkt oder beschädigt – darunter den ehemals stolzen Flaggschiff-Kreuzer Moskva.

Einer russischen Stimme zufolge werden sogar im vermeintlich ruhigen Asowschen Meer einsatzbereite Einheiten zerstört. Die Schuld? Angeblich nicht bei den jungen Offizieren oder Seeleuten, sondern beim Kommandanten, der es nicht geschafft habe, seine Mannschaft entsprechend auszubilden. Pikant: Der Kommandant brüste sich derweil mit seiner angeblich hohen Einsatzbereitschaft – zur Freude der Flottenleitung. Fazit der Quelle: Die russische Schwarzmeerflotte könnte sich durchaus selbst Schritt für Schritt zerlegen. Und das ganz ohne fremde Hilfe.

Was lernen wir daraus? Selbst modernste Technologie ist nur so stark wie das schwächste Glied – sei es ein defektes Ventil oder fehlende Ersatzteile. Vielleicht sollte man nicht nur in Raketen, sondern auch in Werkzeugkisten investieren. Und vielleicht dem Ozean zuliebe noch ein Kurs in Umweltschutz hinterherschieben. Denn eines steht fest: Wenn Schiffe mit explodierendem Treibstoff an Bord lieber Schiffbruch vermeiden, dann muss man sich fragen, wer hier eigentlich wen austrickst – das Meer die Flotte oder umgekehrt?

 

Clara Hoffmann
Verfasst von Clara Hoffmann

Clara Hoffmann ist Journalistin und Redakteurin mit Schwerpunkt auf Gesellschaft, aktuelle Themen und Psychologie. Sie analysiert gesellschaftliche Entwicklungen, zwischenmenschliche Fragen und die psychologischen Hintergründe des Alltags mit Klarheit und Feingefühl.

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