Darum solltest du Spinnen niemals einfach draußen aussetzen – Experten warnen

 

Sind Sie Team „Rettet die Spinne“ oder doch eher Kandidat für Gänsehaut auf der Couch? Ganz gleich, ob man bei Achtbeinern verzückt hinschaut oder kopfüber das Weite sucht – eines steht fest: Den kleinen Krabblern sollte man mit Respekt und vor allem mit Überlegung begegnen. Warum Spinnen nicht einfach draußen ausgesetzt werden sollten, erklären wir hier.

Warum überhaupt Diskussion? Was sagt die Forschung?

Kaum eine Alltagsfrage spaltet so wie der Umgang mit Hausspinnen. Soll man sie sanft nach draußen befördern oder doch lieber einfach sitzen lassen? Wissenschaftler streiten sich, Experten sind sich uneinig. Denn die richtige Entscheidung hängt tatsächlich von mehreren Faktoren ab:

  • Art der Spinne (ist sie heimisch oder ein „Zugvogel“?)
  • Das lokale Umfeld Ihres Gartens
  • Einzelne Umstände des „Einfalls“

Grundsätzlich raten Fachleute jedoch davon ab, Spinnen, die Ihre Innenräume bezogen haben, einfach nach draußen zu setzen. Und sie zu zermatschen bringt ökologisch gesehen erst recht nichts (und ist ein kleines Drama für Freunde der friedlichen Koexistenz).

Wieso nicht einfach raus mit ihnen?

Einige Arachniden-Experten sind überzeugt, dass Spinnen im Haus ihre Berechtigung haben. Sie vertilgen nämlich so manche unliebsame Mitbewohner, darunter Stechmücken. So leisten sie quasi einen natürlichen Beitrag zum Insektenschutzprogramm – ohne lästigen Chemieeinsatz oder Strom verbrauchende Fallen.

Aber Vorsicht, diese Regel hat Tücken: Nicht jede Spinne taugt fürs Hausdasein! Für heimische Arten, die sich ohnehin an das Leben draußen angepasst haben, ist der Garten oft das Paradies auf Erden. Sie finden dort mehr Beute, bereichern das hiesige Ökosystem und können sich stoisch im Grünen austoben. Doch ehe Sie die nächste achtbeinige Besucherin einfach ins Beet befördern, lohnt es sich, mal genau hinzuschauen: Welche Art ist es?

Hat sich ein nicht-heimischer „Migrant“ in Ihre vier Wände verirrt, sieht die Sache ganz anders aus. Diese Arten sind selten für das Leben draußen gemacht und würden im rauen Außenklima meist nicht lange durchhalten. Hier sollte man sie besser an einen anderen Platz im Haus (Keller, Garage und Co.) bringen, wo sie niemanden stören.

Was tun, wenn die Arachniden-Party zu wild wird?

Egal wie groß das Herz für Tiere auch sein mag: Niemand möchte nachts im Spinnennetz aufwachen. Wie wird man die kleinen Gäste also los, ohne zum Schurken in der Insektenwelt zu mutieren?

  • Spinnen, die klar nicht-heimisch sind, vorsichtig in ein anderes, weniger genutztes Zimmer umsiedeln.
  • Fugen und Ritzen in Wänden abdichten – so bleiben Neuankömmlinge draußen.
  • Nur wirklich heimische Spinnen behutsam mit Papier oder Gefäß einfangen und draußen, in der Nähe des Hauses, freilassen. Bitte nicht mitten auf der Straße – sie sollen ja weiter dazugehören!

Viele Ängste lassen sich zudem abbauen – etwa durch eine Therapie. Wer weiß, vielleicht wird aus dem einen oder anderen Grusel noch echte Faszination?

Fazit: Leben lassen und Gleichgewicht bewahren

Ob Gänsehaut oder Sympathie – das Verhältnis Mensch-Spinne bleibt facettenreich. Wichtig ist, auch beim ungebetenen Gast mit Sinn und Verstand zu handeln. Hausspinnen regulieren Schädlinge und sind Teil unseres kleinen Ökokosmos. Sie unbedacht auszusetzen, vor allem bei „nicht-heimischen“ Exemplaren, kann lokale Naturrhythmen stören und den Tieren unnötig schaden. Gezieltes Umsiedeln in sichere Ecken der Wohnung, ein wenig bauliche Prävention und schon lebt es sich friedlich nebeneinander. Wer Arachniden dennoch nicht erträgt, hat immer noch andere Wege (Stichwort: Therapie), bei denen niemandem ein Haar, pardon, ein Bein gekrümmt wird. Denn jede Kreatur – ja, auch die mit den acht Beinen – hat ihren Platz in der großen Natur verdient.

 

Clara Hoffmann
Verfasst von Clara Hoffmann

Clara Hoffmann ist Journalistin und Redakteurin mit Schwerpunkt auf Gesellschaft, aktuelle Themen und Psychologie. Sie analysiert gesellschaftliche Entwicklungen, zwischenmenschliche Fragen und die psychologischen Hintergründe des Alltags mit Klarheit und Feingefühl.

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