Du bist spätabends noch am Netflixen, das WLAN glüht – und ganz hinten im Flur summt sie sanft vor sich hin: deine Internetbox. Doch was passiert wirklich, wenn du sie einfach niemals ausschaltest, nicht mal nachts? Packen wir die harten Fakten und die Meinungen anderer Nutzer aus – und keine Sorge, hier gibt es garantiert keine Stromschläge!
Wie viel Strom frisst deine Box wirklich?
Das Ganze begann mit einer simplen Frage: Kann eine Internetbox im Jahr wirklich so viel Strom verbrauchen wie ein kleiner Kühlschrank? Die Antwort: Kommt drauf an, welche du hast! Die Livebox 5 beispielsweise landet bei 57 kWh jährlich. Zum Vergleich: Ein Kühlschrank nimmt satte 200 kWh. Es gibt aber durchaus Kandidaten, die dem weißen Riesen gefährlich nahekommen, wie die Freebox Delta mit etwa 150 kWh pro Jahr.
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- Livebox 5: 57 kWh/Jahr
- Freebox Delta: ca. 150 kWh/Jahr
- Kühlschrank: ca. 200 kWh/Jahr
Ok, also nicht ganz das gleiche Kaliber – aber der jährliche Strompreis für die Boxen liegt immerhin bei etwa 10 bis 25 Euro. Da fragt sich mancher: Lohnt das nächtliche Ausschalten überhaupt?
Warum (nicht) ausschalten? Das sagt die Community
Das Thema regte eine kleine Umfrage an – mit überraschenden Ergebnissen. Die Mehrheit der Teilnehmenden (31,7 %) hat schlichtweg noch nie daran gedacht, die Box nachts auszuschalten. Fast genauso viele (29,6 %) winken ab: Zu unbequem, zu viel Aufwand, zu viele Gewohnheiten. Erst auf Platz drei kommt das Lager der Energiesparer: 19,3 % schalten die Box gezielt aus, um den Geldbeutel zu schonen. Weitere 12,3 % halten das Abschalten für komplett sinnlos. Dann gibt es noch zwei kleinere Gruppen:
- 5,2 % schalten ab, um “den Planeten zu retten”
- 1,9 % schützt sich nachts vor potenziellen Brandkatastrophen
Die Motive: Von Updates bis Brandangst
Warum tun sich manche so schwer mit dem Off-Schalter? In den Kommentaren dominiert ein Thema: Die vielen praktischen Nachteile.
- Automatische Updates laufen meist nachts
- Manche wollen über das Festnetz erreichbar bleiben
- Server (wie der eigene NAS) mögen keine ständigen Abschaltungen
Rätselhafte Startprobleme kennt auch Stéphane Badia: “Wenn ich sie morgens wieder einschalte, ist das jedes Mal ein halbstündiger Marathon: WLAN tot, Internet tot – bis wieder alles läuft.” Auch in Smart Homes ist das nächtliche Trennen der Box alles andere als beliebt.
Stattdessen schwimmt Yves Jambenoire gegen den Strom und schaltet abends ab – nicht wegen Stromkosten, sondern wegen dem nervigen Lüftergeräusch und der Hitzeentwicklung.
Hadrien01 hingegen schwört auf einen Zeitschaltuhr-Trick: Seit zwei Jahren hängt die SFR-Box nachts stundenweise vom Netz. “Die war ohnehin schon immer buggy – täglicher Reboot hilft, und Strom spart’s nebenbei auch!”
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Fazit: Abschalten oder laufen lassen?
Alles in allem ist das Einsparpotenzial beim Ausschalten der Box nachts eher überschaubar – aber immerhin echt. Wer also jeden Cent zählt (oder mit schlechtem Ökogewissen kämpft), drückt abends vielleicht auf den Aus-Knopf. Die meisten Nutzer lassen ihre Box aber aus Bequemlichkeit oder wegen praktischer Funktionen lieber rund um die Uhr arbeiten.
Mein Tipp: Wer es ruhig haben will und keine Dienste benötigt, kann über eine Zeitschaltuhr nachdenken. Wer aber jede Nacht auf Updates, Erreichbarkeit oder ein smartes Zuhause angewiesen ist, lässt sie besser an – und gönnt sich dafür ein Eis aus dem stromfressenden Kühlschrank.