Sind Sie ein Gartenmuffel oder einfach nur ein Fan von Gemüse, das sich quasi alleine ums Überleben kümmert? Dann aufgepasst: Es gibt tatsächlich Gemüsesorten, die jedes Jahr wie von selbst wiederkommen – ohne dass Sie ständig mit Gießkanne, Hacke und Schweißband herumlaufen müssen!
Unverwüstlich und genügsam: Die Kraft der mehrjährigen Gemüsesorten
- Wer nach einem pflegeleichten Gemüse sucht, das weder ständiges Gießen noch besondere Zuwendung verlangt, liegt mit sogenannten “perpetuellen” oder mehrjährigen Gemüsen goldrichtig. Diese Gemüsesorten wachsen Jahr für Jahr von allein nach, ganz egal, wie sehr Sie sich (nicht) ins Zeug legen.
- Im Gegensatz zum klassischen Gemüsegarten, wo Mühe und Schweiß (und manchmal ein Fluch) Hand in Hand gehen, sind diese Gewächse wahre Selbstläufer. Ihre Robustheit macht sie zudem besonders widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge – hurra für weniger Sorgen!
Standort, Pflege und ein paar Besonderheiten (Achtung, Bärenlauch!)
Hier braucht es nicht unbedingt klassische Gemüsebeete! Mehrjährige Gemüse fühlen sich fast überall wohl – im Beet, im Staudenbeet, in Balkonkästen oder sogar auf der Terrasse. Die Ansprüche an Wasser sind dabei deutlich geringer als die der hungrigen (und durstigen) Jahresgemüse.
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Dank ihrer Robustheit können Sie es sich sparen, ständig Ausschau nach Krankheiten zu halten. Mit mehrjährigen Gemüsen genießen Sie das ganze Jahr knackiges Grün – ohne Chemie, ohne Pestizide, ohne schlechtes Gewissen und mit wenig Aufwand. Diese robusten Pflanzen halten Sommerdürre ebenso aus wie eisige Winter. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Es gibt nur einen kleinen Haken: Einige Sorten – zum Beispiel Bärlauch – entwickeln nach dem Anwachsen eine beachtliche Eigendynamik. Übersetzt heißt das: Plötzlich ist der halbe Garten grün. Dafür können Sie aber andere klassische Gartenarbeiten wie Aussaaten, Pikieren oder ständiges Umgraben getrost vergessen! Die meiste Arbeit erledigen diese Gemüsepflanzen nämlich selbst.
- Es empfiehlt sich jedoch, schon vor dem Pflanzen genau zu überlegen, wo die neuen Dauergäste hin sollen. Am besten bündeln Sie alle mehrjährigen Gemüse einer Ecke, damit Sie beim restlichen Gemüseanbau und Fruchtwechsel nicht behindert werden.
- Der Boden sollte vor der Pflanzung gut gelockert und vorbereitet werden – das sorgt für starke Wurzeln. Bei Bedarf hilft eine Portion Kompost oder eine Mulchschicht, damit sich Ihre neuen Freunde langfristig wohlfühlen.
- Mit der Zeit sollten Sie das Gemüse teilen, um es zu vermehren und Überalterung zu verhindern. Es gibt übrigens eine große Vielfalt an mehrjährigen Gemüsen. Für die richtige Wahl sind sowohl Bodenbeschaffenheit als auch das Klima entscheidend. Denn fühlen sie sich nicht wohl, werden auch “unsterbliche” Sorten zu Einjährigen.
Ein paar Haken – aber die lohnen sich
- Auch wenn diese Pflanzen fast alles allein machen: Ein paar Nachteile gibt es schon. Viele Arten werden schnell wuchern und sollten in ihrem Bereich gehalten werden.
- Der Ertrag pro Quadratmeter fällt oft etwas niedriger aus, da keine Fruchtfolge möglich ist und die Pflanzen viele Jahre an Ort und Stelle stehen (Beispiel: Spargel oder Rhabarber – die bleiben locker eine Dekade).
- Und Achtung beim Geschmack: Die oft intensiven Aromen können überraschen, aber das ist gleichzeitig eine gute Gelegenheit für neue Genüsse!
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Wann und wo pflanzen? Jetzt wird’s praktisch!
Wie bei den klassischen Gemüsearten steht das Pflanzen im Frühling oder Herbst an. Ideal ist nach dem Frost, aber vor der Sommerhitze. Die Pflanzzeit variiert je nach Sorte – hier hilft ein kurzer Blick ins Datenblatt oder zur Online-Gärtnerei.
Falls Sie sich fragen, woher man die Pflanzen eigentlich bekommt: Früher ein kleines Abenteuer, heute kinderleicht! Im Internet finden Sie zahlreiche spezialisierte Anbieter für Saatgut und Pflanzen mehrjähriger Gemüsesorten. Praktisch – und bequem!
Fazit: Mit mehrjährigen Gemüsen wird das Gärtnern zur entspannten Nebensache. Sie brauchen wenig, geben viel – und wer weiß, vielleicht bleibt am Ende sogar mehr Zeit für eine Pause im Liegestuhl. Nur bitte nicht wundern, wenn plötzlich der Bärlauch übernimmt. Alles wächst halt – ganz von selbst!