Wenn der Winter Einzug hält, erwacht der heimische Garten zum Leben – zumindest für alle, die ein Herz für gefiederte Besucher haben! Plötzlich flattern dort Vögel umher, die im Rest des Jahres eher selten oder ganz unsichtbar sind. Woran das liegt? Manche nutzen das wohligere Klima unserer Breiten, kommen aus dem Norden oder verlassen die Wälder, weil das Futterangebot im Siedlungsbereich lockt. Wer die Körner auslegt, wird schnell zum Star-Barkeeper für gefiederte Stammgäste. Hier kommt eine kleine, aber feine Übersicht der Winterhighlights vor dem Fenster!
Ein winterlicher Reigen – Warum zeigen sich jetzt so viele Vögel?
Kaum sinken die Temperaturen, verwandelt sich der Gartenteich in Virginies Garten in eine eindrucksvolle Vogelbühne. Warum dieses bunte Treiben gerade jetzt? Dafür gibt es vor allem drei Gründe:
- Mit dieser einfachen Kachel neben Tomaten wachsen sie schneller und kräftiger
Mit dieser einfachen Kachel neben Tomaten wachsen sie schneller und kräftiger
- Schock in der Küche: Dieses Alltagsgewürz wirkt wie ein hochwirksames Insektizid
Schock in der Küche: Dieses Alltagsgewürz wirkt wie ein hochwirksames Insektizid
- Viele Vogelarten verbringen den Sommer bevorzugt im Wald und suchen erst im Winter die Nähe zu Siedlungen.
- Manche Vögel reisen aus Nordeuropa an, um hier mildere Bedingungen zu genießen.
- Und dann gibt es diejenigen, die sonst sehr zurückhaltend durchs Gebüsch huschen, aber mit einer vollen Futterstation plötzlich mutig und präsent werden.
Ein echte Gelegenheit, Arten kennenzulernen, die sonst kaum auffallen!
Die heimlichen und unheimlichen Stars am Futterplatz
- Die Tannenmeise (Periparus ater)
Wer den kleinen, blassen Vogel mit der schwarzen Kappe am Gartenhäuschen sieht, könnte sie mit der Kohlmeise verwechseln – dabei fehlen ihr die gelben Federn und sie ist noch eine Nummer kleiner. Die Tannenmeise verbringt den Sommer im dichten Nadelwald, im Winter wagt sie sich aber in den Garten. Besonders mutig: Manchmal sitzt sie bis auf 1,5 Meter an den Menschen heran und rührt sich nicht! Auf ihrem Speiseplan stehen dann neben den Samen der Nadelbäume auch Sonnenblumenkerne und geschälte Erdnüsse. - Der Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes)
Ein echter Kraftprotz unter den Wintergästen! Sein mächtiger Kopf, der massige Körper, die kurze Schwanzfeder – und dann dieses sehr farbenfrohe Gefieder. Unverkennbar. Mit dem enorm kräftigen, kegelförmigen Schnabel bricht er die härtesten Kerne: Kirschsteine, Eicheln, Sonnenblumenkerne. Im Wald bleibt der scheue Kernbeißer meist der Baumwipfel-Region treu. Taucht er am Haus auf, ist das ein dickes Kompliment an jedes Futterangebot! - Der Grünfink (Chloris chloris)
Rund ums Jahr wäre der Grünfink im Park oder Garten theoretisch zu entdecken – aber im Winter gibt er sich besonders oft die Ehre. Er liebt Sonnenblumenkerne und ist einer der zuverlässigsten Gäste an der Futterstelle. Mit seinem kurzen, kräftigen Schnabel ist er bestens für Körnerkost gerüstet – er frisst aber auch andere Pflanzenbestandteile. Grünfink-Männchen strotzen im schönsten gelbgrün-oliv, die Weibchen bleiben farblich etwas dezenter. Vorsicht: In der Gruppe sind die Grünfinken gerne mal die Rowdys, die anderen das Futter streitig machen! - Der Star (Sturnus vulgaris)
Wer je eine Horde Stare am Futterhaus erlebt hat, weiß: Still wird es da nicht! Schrill, bunt, unterhaltsam. Im Winter glänzt das schwarz-weiße, gesprenkelte Gefieder des Stars besonders: Fast schon Hochzeitspracht, mit violetten und grünen Schimmerreflexen. Stare sind extrem gesellig und kommunizieren unablässig, oft sogar durch gelungene Imitationen anderer Vögel wie Eichelhäher oder Bussard. Wer sich schon einmal von einem vermeintlichen Greifvogel rufen ließ, kennt den Schabernack der Stare!
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Wintervögel beobachten: Ein Vergnügen mit Sinn
Alles schön und gut – aber wie kann man noch mehr aus dieser Vogelschau machen? Ganz einfach: Wer Freude daran hat, den gefiederten Besuchern lauschige Winterquartiere zu bieten, kann sich auch an einer großangelegten Vogelzählung beteiligen, organisiert von Natagora. Hände warm rubbeln, Fernglas bereitstellen und loslegen!
Der Wintergarten ist nicht nur trist und leer: Wer genau hinschaut, erlebt spannende Natur ganz nah. Von der mutigen Tannenmeise bis zum furchtlosen Grünfink – für Überraschungen ist immer gesorgt. Also: Futter raus, Augen auf, und vielleicht sitzt ja morgen schon ein Star auf Ihrem Ast!