Gärtner warnen: Diese 6 Pflanzen im Januar schneiden – danach ist es zu spät

 

Keine Winterpause für Hobbygärtner: Wer jetzt die Handschuhe überstreift und zur Schere greift, wird im Frühling mit kräftigen Blüten und reichen Ernten belohnt. Denn trotz eisiger Temperaturen steht der Garten keinesfalls still – im Gegenteil: Das, was jetzt zurückgeschnitten wird, sorgt später für prachtvolles Wachstum. Aber Vorsicht: Für manche Pflanzen tickt die Uhr schneller als gedacht.

Warum gerade jetzt schneiden? Die goldene Januar-Regel

Hinter den kahlen Ästen tobt das Leben – zumindest in Vorbereitung auf die kommende Saison. Laut dem britischen Gartenexperten James Ewens ist der Januar der perfekte Startschuss, um vorauszuplanen:

  • Sobald das Wetter trocken und frostfrei ist, öffnet sich ein kurzes Zeitfenster für den optimalen Schnitt.
  • Das richtige Werkzeug darf dabei nicht fehlen! Saubere und scharfe Gartenscheren sorgen für präzise, glatte Schnitte – so bleiben Holz und Rinde unversehrt und das Infektionsrisiko gering.

James Ewens warnt: “Januar-Gartenarbeit setzt den Ton für das kommende Jahr. Klar, dabei darf die dicke Winterjacke nicht fehlen, aber spätestens im Frühling machen sich die Mühen bezahlt – spätestens dann, wenn Tulpen, Obstbäume und Beerensträucher vor Kraft strotzen.”

Der sanitäre Schnitt: Erst aufräumen, dann kürzen

Bevor Sie losschneiden, empfiehlt Ewens den kritischen Blick:

  • Alle toten, kranken oder kreuzenden Zweige müssen weg! Dadurch wird die Luftzirkulation verbessert und Pilzinfektionen sowie Schädlingsbefall werden verringert.
  • Wichtig ist außerdem, die Baumkrone und das Geäst licht und durchlässig zu halten, damit Sonne und Luft ins Innere gelangen.

Das Ziel: Gesunder, langlebiger Wuchs und weniger Stress für die Pflanzen. Jetzt ist genau der richtige Moment, um beherzt zuzugreifen.

Die sechs wichtigsten Schnittkandidaten im Januar

Laut James Ewens gibt es sechs Arten, die jetzt unbedingt geschnitten werden sollten – sonst ist es oft zu spät:

  • Apfelbäume und Birnenbäume: Kernobst schneidet man von jetzt bis Mitte März, aber nur bei frostfreiem Wetter. Die Krone wird kelchförmig geöffnet, überkreuzende Äste entfernt und die Gesamthöhe reduziert – das erleichtert spätere Ernten.
  • Weinstöcke: Kurze Schnitte sind gefragt. Je Trieb bleiben zwei Knospen als neue Fruchtholzträger – das garantiert eine bessere Entwicklung, sobald der Saft steigt.
  • Beerensträucher: Dazu gehören Johannisbeeren, Stachelbeeren, Heidelbeeren und Schwarze Johannisbeeren. Im Januar werden die ältesten Zweige bodennah entfernt; nur gut platzierte junge Ruten bleiben stehen – sie sind besonders ertragreich.
  • Herbsthimbeeren: Sie mögen einen radikalen Schnitt: Einfach auf 5 bis 6 cm über dem Boden zurücksetzen.
  • Blauregen (Wisteria): Alle Seitentriebe werden auf drei bis vier Knospen zurückgenommen – so bleibt die Kletterpflanze in Form und blühfreudig.
  • Clematis, Gruppe 3: Zu guter Letzt freuen sich diese Clematis über einen Rückschnitt auf 10 bis 20 Zentimeter – das ist der ideale Start für junge, kräftige Triebe im neuen Jahr.

Ewens’ Tipp: “Das Beschneiden schlafender Pflanzen sollte auf jeder Liste der guten Vorsätze stehen!”

Finger weg! Was im Januar lieber verschont bleibt

Nicht alle Gehölze vertragen die Frostkur: Kernobst ja, Steinobst nein – das gilt für Kirschen, Aprikosen, Pfirsiche und Pflaumen. Nach Winterschnitten sind sie anfälliger für Krankheiten.

Auch zarte Frühlings- oder Winterblüher wie Forsythien, Flieder, Kamelien, Japanische Zierquitten oder Mimosen – sie alle haben ihre Blütenknospen bereits gebildet. Jetzt zu schneiden, wäre Verschwendung!

Hortensien, die auf altem Holz blühen, und öfterblühende Rosen sollten bis März warten, bevor mit der Schere eingegriffen wird.

Extra-Tipp zum Schluss: Nach dem Schnitt freuen sich alle sechs Favoriten über einen leichten Schluck Wasser (sofern der Boden trocken ist) und eine Mulchschicht aus organischem Material rund um den Wurzelbereich. Das beschleunigt die Heilung der Schnittstellen und gibt einen zusätzlichen Energie-Kick.

Fazit: Wer sich jetzt im Januar die Mühe macht, ausgewählte Bäume und Sträucher zu schneiden, legt den Grundstein für ein erfolgreiches Gartenjahr. Also: Jacke über, Schere raus – und los geht’s mit dem Neujahrsvorsatz “Gartenpflege”!

 

Clara Hoffmann
Verfasst von Clara Hoffmann

Clara Hoffmann ist Journalistin und Redakteurin mit Schwerpunkt auf Gesellschaft, aktuelle Themen und Psychologie. Sie analysiert gesellschaftliche Entwicklungen, zwischenmenschliche Fragen und die psychologischen Hintergründe des Alltags mit Klarheit und Feingefühl.

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