Sternenkrieger aufgepasst: Auch George Lucas hat ein Lieblings-Sci-Fi-Meisterwerk – und es trägt nicht den Namen Star Wars!
Wenn das Original den Schöpfer selber übertrifft
Man denkt bei Science Fiction und Kino automatisch an Star Wars – den Blockbuster, der alles verändert und Generationen von Fans ins Reich der Macht, TIE-Fighter und Lichtschwerter geführt hat. Doch jetzt kommt die Überraschung: George Lucas, Mastermind und Schöpfer des Star Wars-Universums, räumt ein, dass seine Filmreihe zwar viel bewirkt hat, aber ein anderer Film für ihn uneinholbar an der Sci-Fi-Spitze steht. Und dieser Film? 2001: Odyssee im Weltraum von Stanley Kubrick.
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Man stelle sich das mal vor: Selbst für Lucas, der mit A New Hope ein popkulturelles Imperium schuf (ganz ohne Todesstern), steht 2001: Odyssee im Weltraum unangefochten an der Spitze seines Sci-Fi-Olymps.
Warum ausgerechnet 2001?
Lucas legt in Interviews keinen Wert auf Geheimniskrämerei. In einem aktuellen Gespräch bringt er es auf den Punkt: „Stanley Kubrick hat den definitiven Science-Fiction-Film gemacht, und meiner Meinung nach wird es sehr schwer sein, einen besseren zu machen. Technisch kann Star Wars mithalten, aber persönlich glaube ich, dass 2001 weit überlegen ist.“ Klare Worte von jemandem, der selbst als Pionier gefeiert wird.
Doch was macht diesen Film so besonders? Folgende Aspekte hebt Lucas hervor:
- Ernsthafte Sci-Fi: Vor 2001 galt das Genre meist als Tummelplatz für B-Movies, riesige Monster und alles, was „größer“ war. Kubrick aber sorgte erstmals dafür, dass das Publikum Science Fiction wirklich ernst nahm.
- Bahnbrechende Ästhetik: Visuell und thematisch setzt der 1968 erschienene Film Maßstäbe. Von philosophischen Fragen bis hin zu atemberaubenden Effekten hebt sich 2001 klar von der damaligen Masse ab.
- Tiefe und Komplexität: Die Reise der Menschheit vom ersten Werkzeug bis zu den Sternen, die rätselhaften Monolithen und nicht zuletzt HAL 9000 – der computergewordene Albtraum, der auch einige Philosophen ins Schwitzen brachte.
Lucas lobt in der Dokumentation Standing on the Shoulders of Kubrick: The Legacy of 2001, dass Kubricks Werk das Genre auf ein ganz neues Level hob. Die Wirkung: ein Referenzpunkt für jeden Sci-Fi-Film danach, inklusive Star Wars selbst.
Von Monolithen, HAL 9000 und der menschlichen Evolution
2001: Odyssee im Weltraum wurde nicht nur von Stanley Kubrick inszeniert, sondern gemeinsam mit Arthur C. Clarke geschrieben. Das Herzstück der Handlung: Menschen entdecken auf dem Mond einen Monolithen, der ein geheimnisvolles Signal in Richtung Jupiter sendet. Die filmische Reise ins Unbekannte wirft grundlegende Fragen nach der Evolution, Technologie und unserem Platz im Universum auf.
Beeindruckend ist insbesondere HAL 9000, der schaurig-intelligente Bordcomputer von Discovery One. HAL wurde zum Symbol für die ethischen und existenziellen Probleme, die künstliche Intelligenz aufwirft. Dass Kubrick damit ein spannendes Abenteuer und gleichzeitig eine tiefgehende Diskussion über Technik verband, ist für Lucas ein Zeichen für die Überlegenheit von 2001.
Und auch preislich beeindruckte der Film: Von gemischten Kritiken am Anfang wandelte sich 2001 zum Kultklassiker. Unter anderem gab’s den Oscar für die besten visuellen Effekte und den Hugo Award für die beste dramatische Präsentation im Jahr 1969.
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Ein Standard, den keiner überbietet – nicht einmal Star Wars
Für George Lucas ist der Einfluss von 2001 kaum zu überschätzen. Das Genre Science-Fiction – zuvor oft als reine Fantasie belächelt – bekam mit Kubricks Epos eine neue, seriöse Basis im Kino. Auch wenn Star Wars mit neun Hauptfilmen, zahllosen Spin-Offs, Videospielen, Comics und Romanen die Fantasie von Millionen beflügelt und das Popkultur-Universum nachhaltig geprägt hat, bleibt für Lucas eines klar: Star Wars kann mit 2001 technisch konkurrieren, aber es wird nie dessen philosophische Tiefe und visionäre Kraft erreichen.
Was also nehmen wir mit? Schönheit und Tiefgang sind auch im Weltall kein Widerspruch. 2001: Odyssee im Weltraum ist für George Lucas und viele andere das leuchtende Vorbild – der Goldstandard. Und wer weiß: Vielleicht steckt in jedem von uns mehr Monolith als Laserschwert.