Hundeliebhaber schockiert: Diese beliebte Rasse leidet mehr, als viele ahnen

 

Französische Bulldoggen gehören zu den beliebtesten Hunden unserer Zeit. Doch hinter all den süßen Falten und den herzerweichenden Knopfaugen versteckt sich eine Wahrheit, die viele Hundeliebhaber schockieren dürfte: Diese Rasse zahlt einen hohen Preis für ihre Berühmtheit und ihr putziges Aussehen.

Warum sind Französische Bulldoggen so gefragt?

  • Kleine Größe, große Persönlichkeit: Sie sind platzsparend und für das Stadtleben ideal.
  • Ihr Babygesicht erobert Herzen im Sturm.
  • Sie gelten als freundlich, anhänglich und pflegeleicht – soweit das Klischee.

Was auf den ersten Blick aussieht wie das perfekte Haustier stellt sich in der Realität oft viel komplexer dar. Gerade weil die Nachfrage explodiert ist, hat die Zucht intensive Ausmaße angenommen – mit Schattenseiten, die nicht zu übersehen sind.

Der Preis der Popularität: Gesundheitliche Probleme auf allen Ebenen

Innerhalb von weniger als zwanzig Jahren hat sich die Französische Bulldogge von Platz 76 in Frankreich zur Lieblingsrasse emporgearbeitet. Und das hat Folgen. Diese “brachycephalen” Hunde – kurz gesagt, mit flacher Schnauze und rundem Kopf – sind besonders anfällig für Erkrankungen.

Die häufigsten Probleme:

  • Atemnot: Besonders nach Anstrengung schnappen viele Französische Bulldoggen nach Luft. Das kann zu Erbrechen und sogar Ohnmacht führen.
  • Hitzeintoleranz und Schnarchen: Klingt lustig, ist aber ernst – der Alltag kann für sie eine echte Herausforderung sein.
  • Dermatitis: Bereits 2013 zeigte eine Studie, dass diese Hunde stark zu Hautentzündungen neigen.
  • Augenerkrankungen: Sie entwickeln siebenmal häufiger “Cherry Eyes” – ein roter Fleck am Auge, der zu Infektionen führen kann.

Diese Probleme sind fast immer auf die intensive Zucht und die Fixierung auf das markante Aussehen zurückzuführen.

Wenn Zucht aus dem Ruder läuft: Warnungen aus der Fachwelt

Britische Tierärzte schlagen Alarm und beschreiben das Leid der Bulldoggen als Folge des Trends und des Nachfrage-Booms. Dan O’Neil vom Royal Veterinary College in London bringt es auf den Punkt: “Diese Hunde sind in kürzester Zeit enorm beliebt geworden, aber sie sind nicht gesund. Das ist ein riesiges Problem.”

Manche Züchter versuchen, die “Wünsche” des Marktes sogar noch weiter zu treiben. Eine Wurf in Schottland bestand zum Beispiel aus einer Kreuzung von Französischer Bulldogge, Mops und Chinesischem Schopfhund – das Ergebnis waren haarlose Hunde mit noch größerem Erkrankungsrisiko. Kein Wunder, dass die British Veterinary Association (BVA) diese Tendenzen scharf kritisiert.

Die Präsidentin der BVA richtete einen deutlichen Appell an alle Besitzer: “Ich wünschte, die Menschen würden verstehen, wie sehr diese Kreuzungen das Wohl der Tiere beeinträchtigen.”

Was bleibt zu tun? Bewusstsein statt Bedauern

So herzerwärmend eine Französische Bulldogge auch sein mag – für Liebhaber dieser Rasse ist es entscheidend, den Fokus auf ein gesundes, artgerechtes Leben zu legen. Viele Tierärzte rufen zu einem Umdenken in der Zucht auf, hin zu ethischen Standards und Respekt für das Tier.

Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine Französische Bulldogge ins Haus zu holen, sollte unbedingt:

  • sich gründlich über die spezifischen Bedürfnisse und die häufigsten Krankheiten informieren
  • nur bei verantwortungsvollen, geprüften Züchtern kaufen
  • von übertriebenen oder exotischen Kreuzungen Abstand nehmen
  • das Wohl der Hunde über ihren “Niedlichkeitsfaktor” stellen

Echte Hundeliebe zeigt sich eben nicht nur im Herzen, sondern vor allem in klugen Entscheidungen für das langfristige Wohl der Tiere. Damit die Französische Bulldogge eine Zukunft hat – nicht nur als Instagram-Star, sondern vor allem als glücklicher, gesunder Begleiter.

 

Clara Hoffmann
Verfasst von Clara Hoffmann

Clara Hoffmann ist Journalistin und Redakteurin mit Schwerpunkt auf Gesellschaft, aktuelle Themen und Psychologie. Sie analysiert gesellschaftliche Entwicklungen, zwischenmenschliche Fragen und die psychologischen Hintergründe des Alltags mit Klarheit und Feingefühl.

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