Wenn Januar-Eis und graue Beete dich davon abhalten wollen, im Garten durchzustarten, dann verraten wir dir ein Frost-geklärtes Geheimnis: Der Winter ist längst noch nicht das Ende für dein knackiges Gartenglück! Drei unkomplizierte Wintergemüse trotzen jedem Frost und schmecken schneller als du bis drei zählen kannst. Bühne frei für die Gemüsehelden, die in nur 30 Tagen reif für den Teller sind.
Mitten im Winter aussäen? So wird der Januar zum Frühstart
Jedes Jahr dasselbe Bild: Kaum ist Weihnachten vorbei, stellen viele begeisterte Hobbygärtner das Spaten- und Gießkannenequipment bis zum Frühling in den Keller. Verständlich, schließlich wirkt der Garten Ende Januar wie eingefroren. Die Beete sind kahl, der Boden steinhart, die Beetränder wie mit Zuckerguss dekoriert. Aber: Wer denkt, jetzt ruht alles, irrt gewaltig! Gerade der Januar und die kurze Zeit vor Februar sind das ideale Zeitfenster, um den Frühstart zu wagen. Wer es jetzt probiert, hat gegenüber seinen Nachbarn im Frühjahr sogar die Nase vorn.
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Und wie sieht das aus? Ganz einfach: Es gibt tatsächlich drei Gemüsesorten, die du am besten noch vor Februar aussäst und die dich in nur 30 Tagen mit frischer Ernte belohnen: Rucola, frühe Radieschen und Senfblätter. Klingt wie ein Märchen aus dem Gemüsebeet, ist aber Tatsache!
Genug Licht für das Wachstum – auch ohne Heizstrahler
Du fragst dich, ob die wenigen Stunden Wintersonne reichen? Aber ja! Entgegen aller Gerüchte bekommen die Saaten im Januar und ganz am Anfang des Februars ausreichend Licht. Das funktioniert zum Beispiel auf einem hellen Fensterbrett (möglichst Richtung Süden oder Westen), in einem unbeheizten Gewächshaus oder unter einem Folientunnel. Perfekt ist dabei eine Raumtemperatur um die 19–20 °C. Bereits unter diesen Bedingungen hebst du deine eigene Vitamin-Rakete aus der Taufe.
Wer mag, kann alle zwei Wochen neu aussäen und so eine kontinuierliche Ernte starten. Die rasch wachsenden Blätter von Rucola und Senf zeigen sich oft schon nach drei bis vier Wochen. Die berühmten „18-Tage-Radieschen“ sind sogar manchmal in weniger als einem Monat fertig zum Anknabbern. Und das Beste: So wird nicht mal das kleinste Fensterbrett langweilig!
Rucola, Radieschen und Senfblätter – echte Überlebenskünstler
- Rucola: Er liebt das Kühle und stört sich überhaupt nicht an der fehlenden Hitze. Laut Experten von Ras Network Gardening ist er „eines der besten Gemüse überhaupt, um im Januar mit der Aussaat zu beginnen“: schnell, aromatisch und mit Frost im Duett. Fürs Mini-Beet reicht ein dichter Samenwurf nebeneinander, anschließend dünn auslichten und schon bald die jungen Blätter mit der Schere ernten.
- Radieschen (früh): Wer Wurzeln liebt, wird Radieschen schätzen, gerade zum Jahreswechsel. Sie gelten als die Sprinter unter den Wintergemüsen. Am wohlsten fühlen sie sich in lockerem, leicht feuchtem Boden – aber bitte nie im Nassen! Wichtig: ein lockerer Abstand von 2 bis 3 Zentimetern pro Saatkorn, notfalls nach dem Keimen noch etwas lichten. Funktioniert das, warten kugelrunde Radieschen und keine dünnen Stängel darauf, geerntet zu werden.
- Senfblätter: Noch ein Geheimtipp! Sie werden als „schnell, mutig und erstaunlich winterresistent“ gelobt und sind damit ein echtes „Anfänger-Wunder“. Ein dichter Samenwurf in der Schale, später ein bisschen auslichten – schon nach 25 bis 30 Tagen kannst du die ersten milden, zarten Blätter ernten. Die schmecken im Winter sogar feiner als im Sommer.
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Drinnen erfolgreich: Winterernte leicht gemacht
Wenn der Gartenboden draußen eingefroren oder eher einem Sumpf gleicht, geht’s drinnen zur Sache! Ein gut belichtetes Fenster, regelmäßig gedrehte Töpfe (damit die Pflanzen nicht schief in Richtung Sonne wachsen) und ein ständig leicht feuchtes Substrat – mehr braucht dein Winter-Minikräutergarten nicht.
Für Überlebenskünstler im Beet gibt es noch einen Tipp: Decke die Beete doch einfach mit einem Mix aus alten Woll- oder Baumwollpullis und ein bisschen Stroh ab. So schlägt selbst die kälteste Nacht nicht direkt auf die Wurzeln durch und du kannst die vor Februar gestartete Ernte sogar noch verlängern. Glaubst du nicht? Probiere es aus und ernte, wenn alle anderen noch winterschlafen!
Fazit: Wer sich jetzt traut, bekommt den frischesten Lohn – und das ganz ohne Frösteln im Gemüt. Der Winter ist eben nichts für Schlafmützen. Also, ran ans Saatgut und überrasche dich (und deine Nachbarn) mit knackigen Blättern, würzigen Radieschen und feinem Senf – in nur 30 Tagen!