Einmal Gas geben wie ein Formel-1-Pilot – das dachte sich wohl ein Garagist aus Frankreich, als er mit einer PS-starken Porsche 9ff über die A63 rauschte. Das Problem? Statt auf dem Rundkurs heizte der Mann auf einer ganz normalen Autobahn mit satten 230 km/h vorbei – erwischt hat ihn die Polizei trotzdem. Und das ist nur der Anfang einer Geschichte, bei der sich Autoliebhaber, Gesetzeshüter und Feierwütige die Köpfe heißreden.
Mit dem Fuß voll auf dem Gas: Was ist passiert?
Am vergangenen Sonntag wurde auf der A63 zwischen Hendaye und Bordeaux – genauer gesagt bei Escource in den Landes – ein 56-jähriger Mann mit spektakulärer Geschwindigkeit geblitzt. Die Gendarmen des motorisierten Trupps von Labouheyre stoppten ihn, als er 230 km/h fuhr. Nach der obligatorischen Überprüfung blieb eine Geschwindigkeit von 218 km/h auf dem Tacho. Wer jetzt mitrechnet, merkt: Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h auf französischen Autobahnen wurde hier locker um fast 90 km/h übertroffen.
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Eine Porsche 9ff: Mehr als nur ein Flitzer
Der Raser, von Beruf Garagist, saß nicht etwa in seinem Alltagsfahrzeug, sondern in einer Porsche 9ff – wohlgemerkt nicht seine eigene, sondern die einer Kundin. Für alle, denen 9ff nichts sagt: Diese Autos sind getunte, leistungsstärkere Versionen der Porsche 911 aus der Werkstatt der deutschen Firma 9ff. Der Motor und die Karosserie werden so weit optimiert, dass sie zu wahren Performance-Monstern werden. Es gibt Modelle, die die 350 km/h-Marke knacken. Also nicht gerade das perfekte Gefährt, um mal eben unauffällig über die Autobahn zu rollen.
- Hochleistungsmodell basierend auf dem Porsche 911
- Getunt durch das deutsche Unternehmen 9ff
- Motorleistung und Karosserie für extreme Tempowelten optimiert
- Höchstgeschwindigkeiten über 350 km/h möglich
Solch eine Rarität überlässt man nur echten Könnern, denn nur wenige Fachleute sind in der Lage, so ein fast schon sammelwürdiges Fahrzeug zu warten oder zu bewegen.
Die Ausrede: Shopping-Express für den Geburtstag
Warum war der Herr Garagist so unter Zeitdruck unterwegs? Auf Nachfrage der Polizei erklärte er, dass er das Auto ausgeliehen hatte, um zum Col d’Ibardin zu fahren – Ziel: Einkäufe fürs nächste Geburtstagsfest. Bleibt die Frage, ob das Geburtstagskind so flott mitgerechnet hat!
Es ist zudem auffällig, dass ein Fahrzeug dieser Klasse nicht immer im offiziellen Werkstattnetz gewartet wird. Das sorgt für Diskussionen unter Kennern und schürt gelegentlich Neid oder schlicht haarsträubende Theorien rund um die richtige Pflege solcher Luxusautos. Apropos: Papiermaché-Staatsanwälte haben in dieser Affäre natürlich auch schon mit den Hufen gescharrt.
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Fazit: Zwischen Faszination und Risiko
Der Fall zeigt, wie schmal der Grat zwischen Faszination an Technik und Verantwortung im Straßenverkehr sein kann. Auch wenn es reizvoll ist, die Möglichkeiten einer veredelten Porsche 9ff auszuloten: Die öffentlichen Straßen sind definitiv nicht die richtige Bühne dafür. Für Auto-Fans bleibt trotzdem ein Trost: Die Leidenschaft braucht nicht zwingend 230 Sachen auf der Uhr. Manchmal genügt ein tiefer Blick unter die Motorhaube – und zur Not ein kleiner Gang durchs LEGO-Regal, aber das ist eine andere Geschichte.
Mein Rat: Wer gerne Gas gibt, sollte das auf den richtigen Strecken tun – und für den Einkaufsbummel vielleicht doch lieber den Einkaufswagen nehmen als einen fast 350 km/h schnellen Boliden.