Sparen ist in aller Munde – aber hätten Sie gedacht, dass ein radikal anderer Umgang mit Hygiene und Kleidung das Portemonnaie so richtig schont? Nikola Howard aus Bexleyheath probiert das aus – und halbiert ihre Ausgaben mit einer ungewöhnlichen Wochen-Routine, die bei Freundesbesuchen vielleicht für hochgezogene Augenbrauen sorgt, bei der Wasserrechnung aber definitiv für Entspannung.
Die Minimalismus-Strategie: Weniger ist mehr
Jeder sucht nach Möglichkeiten, die Ausgaben zu senken – ob durch geringere Stromrechnungen, günstigere Supermarkteinkäufe oder das Ansparen für einen Kurzurlaub. Doch Nikola Howard, 52 Jahre alt und wohnhaft im Vereinigten Königreich, hebt das Sparen auf ein neues Level. Sie hat für sich die Lösung gefunden: Nur einmal pro Woche duschen und jedes Kleidungsstück mindestens fünfmal tragen, bevor es gewaschen wird. Dank dieser unkonventionellen Lebensweise hat sie es geschafft, ihre Wasserrechnung auf unglaubliche 45 Dollar für sechs Monate zu reduzieren. Zum Vergleich: Selbst für Single-Haushalte ist das eine Summe, von der mancher nur träumen kann!
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Wie kam sie auf diese Idee?
Bevor Sie sich jetzt vor lauter Begeisterung nur noch einmal pro Woche unter die Dusche stellen: Die Umsetzung hatte für Nikola einen medizinischen Hintergrund. „Ich habe damit begonnen, weniger zu duschen, weil ich unter Dermatitis leide“, erzählt sie offen. Ihre Haut sei so empfindlich geworden, dass sie extrem schuppte – bis hin zu sichtbaren Hautschuppen am ganzen Körper. Plötzlich stellte sie fest: Die wenigen Duschgänge taten ihrem Konto ebenso gut wie ihrer Haut.
Shampoo und Seife bleiben jetzt bis zu drei Monate lang im Bad stehen, ohne ersetzt zu werden. „Ich lebe allein, also benutze ich sowieso nicht viel Wasser. Meine Waschmaschine ist standardgroß, doch die läuft nur zweimal pro Monat“, berichtet Nikola. Wer ihren Wasserverbrauch ausrechnet, wird staunen: Da kann so mancher Umweltaktivist noch etwas lernen!
Klamotten-Konsum: Qualität statt Quantität
Was Nikola definitiv nicht ist: eine Shopping-Queen mit prall gefülltem Kleiderschrank. Neue Outfits gibt es nur, wenn wirklich Bedarf besteht – im Schnitt alle 18 Monate. „Ich kaufe nur langlebige Kleidung, schnelle Mode kommt mir nicht ins Haus. Einige Stücke besitze ich schon seit zwei bis neun Jahren“, erklärt sie nicht ohne Stolz. Wenn sie doch mal einkaufen muss, hat sie kein Problem, Geld für langlebige Qualität auszugeben. Alles, was darüber hinausgeht, bleibt im Regal.
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„Brauchen wir wirklich einen übervollen Schrank? Wenn man Dinge nur kauft, wenn sie nötig sind, weiß man sie viel mehr zu schätzen! Das Glück liegt nicht im Haben!“, merkt sie an – fast schon wie ein Credo für Minimalisten.
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Geteilte Meinungen: Spar-Idee oder grenzwertig?
Ist das alles außergewöhnlich? Für manche Leser*innen überhaupt nicht. Einige berichten, dass sie seit jeher sparsamer leben: Zwei Duschen pro Woche, Kleidung wird getragen, solange sie sauber und geruchsfrei ist, und i-Tüpfelchen: eine einzige Schuhpause, die sieben Jahre hält! „Ich trage sogar noch manche Sachen aus meiner Jugend. Es gibt regelmäßig Komplimente für meine Outfits“, verrät eine Person aus der Kommentarecke und ergänzt: „Warum waschen, wenn nichts riecht?“
Doch ganz so selbstverständlich ist das nicht – es gibt auch kritische Stimmen. Wer nur einmal pro Woche duscht und Kleidung fünf Tage trägt, müsse sich mit Bakterien und Gerüchen arrangieren, warnen Gegner. „Irgendwann bleibt der Duft nicht mehr im Parfüm…“ Sie hinterfragen, ob so viel Enthaltsamkeit der richtige Weg ist, um zu sparen, und zu was für Gerüchen das wohl in Bettwäsche und auf Oberflächen führt. Die Wahrheit liegt – wie so oft – irgendwo dazwischen.
Vielleicht ist es an der Zeit, eingefahrene Routinen zu hinterfragen, ohne die Nase zu rümpfen (im wahrsten Sinne). Spartipps wie auf Rabatt-Aktionen achten, weniger Kleidung zu kaufen und öfter eigene Lebensmittel zuzubereiten, sind ohne Zweifel clever. Ob man aber das wöchentliche Duschen ausprobieren möchte, ist und bleibt Geschmackssache.
Fazit: Spartipps und Minimalismus können das eigene Leben bereichern – und das Konto entlasten. Am Ende entscheidet jede/r selbst, ob weniger wirklich mehr ist… oder ob eine zweite Dusche pro Woche doch das persönliche Glücksmoment ist!