Schockierende Heizkosten-Falle: Warum das Nicht-Heizen ungenutzter Räume riskant ist

 

Heizkosten sparen, indem man ungenutzte Räume gar nicht heizt? Klingt logisch! Doch Achtung: Wer glaubt, damit clever Ressourcen zu schonen, tappt schnell in eine teure Kostenfalle – und riskiert sogar muffige Überraschungen im eigenen Zuhause…

Die ewige Frage: Brauchen auch die Gästezimmer ihren Anteil Wärme?

Der Winter klopft an die Tür, das Heizungsrad dreht sich wieder, der Geldbeutel knurrt – und schon kommen die Fragen: Muss ich eigentlich den ganzen Tag das Cagibi (ist das nicht einfach eine schicke Abstellkammer?), die immer-leeren Gästezimmer, die stille Waschküche oder den Korridor beheizen? Oder genügt es, dort einfach den Heizkörper abzudrehen – schließlich hält sich dort kein Mensch länger auf (außer vielleicht der Staubsauger)?

Bevor man beherzt den Drehregler ganz nach links schiebt, sollte man ein paar wichtige Aspekte bedenken:

  • Wie oft nutze ich eigentlich diese Räume?
  • Welches Heizsystem habe ich?
  • Wie ist die Isolierung sowohl des ganzen Hauses als auch der einzelnen Bereiche?

Nur wenn diese Faktoren berücksichtigt werden, lässt sich der Wärmebedarf wirklich sinnvoll steuern – und die Rechnung stimmt am Ende auch.

Heizen oder nicht heizen: Was wirklich zu tun ist

Die Antwort auf die große Frage nach dem “Ob” ist überraschend eindeutig: Ja, auch ungenutzte Räume brauchen Wärme! Es ist nicht ratsam, den Heizkörper dort komplett auszuschalten, selbst bei Räumen, die fast nie bewohnt sind.

Warum? Ganz einfach: Laut Thermor führt das vollständige Abschalten einzelner Radiatoren zu einem zu großen Temperaturunterschied zwischen beheizten und unbeheizten Zonen. Die Folgen?

  • Kalte Zugluft dringt in die gemütlich geheizten Räume ein und senkt dort die Temperatur,
  • man stellt das Thermostat wieder höher,
  • und schon schraubt sich der Energieverbrauch hoch – genau das Gegenteil von dem, was man wollte!

Die (un)heimlichen Risiken kalter Räume: Feind Nr. 1 heißt Feuchtigkeit

Abgesehen vom Heizkosten-Desaster gibt es noch eine feuchte Gefahr: Unbeheizte Räume schlagen rasend schnell mit Feuchtigkeitsproblemen zurück. Das bedeutet: Schimmelalarm! Gerade, wenn die netten Mitbewohner “Muff” und “Fleck” beginnen, sich permanent einzunisten, wünscht man sich jeden Cent für ein bisschen Grundwärme zurück. Die Lösung? Nie ganz ausschalten – aber auch nicht so hoch wie im Wohnzimmer!

  • Es reicht, konstant eine Mindesttemperatur zwischen 14 und 16 Grad zu halten.
  • Im Wohnzimmer oder Hauptbereichen kann’s gerne auch wärmer sein (zum Beispiel 19 °C).

Wer so handelt, bleibt auf der sicheren Seite und schiebt unangenehmen Überraschungen einen Riegel vor.

Wie regelt man all das smart und ohne ständige Thermostat-Karusselle?

Praktisch, dass es heute smarte Helfer gibt! Agapresse empfiehlt intelligente Thermostate, mit denen man genau festlegen kann, wann welches Zimmer wie viel Wärme bekommt. Niemand mag am Tag das unbelegte Schlafzimmer durchheizen? Kein Problem – einfach den Zeitplan anpassen und das Zimmer ein bisschen früher aufwärmen lassen, bevor endlich ins Bett gekuschelt wird. Die restliche Zeit wird gespart.

Auch nachts hilft es, die Temperatur in ungenutzten Bereichen nur leicht zu senken (etwa auf 16 bis 17 °C – Ademe gibt hier die richtigen Tipps!), statt die Heizkörper komplett stillzulegen.

  • Bei kurzer Abwesenheit (einen Tag weg?) genügen 16 °C im gesamten Haus.
  • Für längere Reisen gilt: Heizung niemals abschalten, sondern im Frostschutz-Modus laufen lassen – die Radiatoren springen dann nur an, wenn es bedrohlich kalt wird (zwischen 5 und 8 °C).

Fazit: Wer ungenutzte Räume gar nicht heizt, spart am Ende möglicherweise weder Energie noch Geld – sondern riskiert eher kalte Wohnzimmer, unnötig hohe Heizkosten und das “Vergnügen” mit Schimmel. Die bessere Taktik: Smarte Steuerung, konstante Mindesttemperaturen und ein bisschen Gespür für die Eigenheiten der eigenen vier Wände. So bleibt es angenehm warm – und das Konto sowie Ihre Wände freuen sich!

 

Clara Hoffmann
Verfasst von Clara Hoffmann

Clara Hoffmann ist Journalistin und Redakteurin mit Schwerpunkt auf Gesellschaft, aktuelle Themen und Psychologie. Sie analysiert gesellschaftliche Entwicklungen, zwischenmenschliche Fragen und die psychologischen Hintergründe des Alltags mit Klarheit und Feingefühl.

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