Schock, Tempo und ein Profi unter Druck: Ein internationaler Fußballstar wird auf der A131 in einer Luxus-Mercedes mit fast doppelter Geschwindigkeit erwischt – ohne gültigen Führerschein. Was wie ein Drehbuch für einen besonders dramatischen Actionfilm klingt, ist bittere Realität und wirft ein grelles Schlaglicht auf Sicherheitsfragen, Vorbildfunktion und Gleichbehandlung.
Fakten, die für sich sprechen
- Am Dienstag, dem 7. Oktober, kontrollierte die motorisierte Streife von Saint-Romain-de-Colbosc ein Fahrzeug bei Le Havre.
- Der Tacho stoppte bei sagenhaften 224 km/h – erlaubt sind höchstens 130 km/h an dieser Stelle. Fast 100 km/h Überschreitung, rekordverdächtig, für das falsche Spielfeld.
- Am Steuer: Ein Profifußballer Anfang dreißig, Fahrverbot bereits in Kraft, und trotzdem unterwegs.
- Das Auto: Eine Miet-Mercedes mit über 400 PS laut Verleiher, die offenbar mehr zum Einsatz kamen als von der Verkehrsordnung vorgesehen.
Man könnte meinen, wenn Profis Druck haben, zaubern sie auf dem Spielfeld. Hier aber drückte jemand aufs Gaspedal. Die Gendarmerie bestätigt einwandfrei: Es laufen Strafverfahren wegen rasanten Tempos und Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis. Grundlage ist ein ganz normaler Kontrollvorgang; alle nötigen Wahrnehmungen sind sauber protokolliert und dokumentiert worden.
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Protokollierte Fakten und zurückhaltende Kommunikation
Nach der Kontrolle war klar: Der Fahrer durfte und konnte den Wagen nicht mehr steuern. Er verließ die Szene folgerichtig im Taxi – ein Transportmittel, das die meisten Autofahrer mit suspendiertem Führerschein irgendwann zu schätzen lernen. Im weiteren Prozedere zeigte sich der Vorteil einer klaren Aktenlage:
- Die begangene Ordnungswidrigkeit und die verfahrensrelevanten Umstände sind exakt vermerkt.
- Der Profifußballer zeigte sich in der nachfolgenden Anhörung kooperativ, nannte als Grund für seine Eile einen anstehenden Flug und die Notwendigkeit, seinen außerhalb Europas ansässigen Club zu erreichen. Das ist zwar nachvollziehbar hektisch – ersetzt aber kein Tempolimit.
- Ob der Flieger ohne ihn abhob, bleibt im Dunkeln. Der behördliche Stil der Mitteilungen ist auffällig nüchtern und schließt jede Spekulation aus.
- Über die Identität des Spielers schweigt man sich aus – ein Schutz für das Verfahren und für alle betroffenen Personen. Keine Ausnahmen fürs Prominenten-Status: Das Gesetz zieht keine Fan-Trikots an.
Ein profanes Problem: Niemand steht über dem Gesetz
Wenig überraschend: Die angekündigten nächsten Schritte der Justiz laufen in bekannten Bahnen ab. Auch für Sportler gilt, frei von Sonderrechten:
- Gleichbehandlung vor Gericht wie gewöhnliche Verkehrssünder.
- Jede einzelne Tatsache, jedes Detail des Vorfalls geht in die weitere Prüfung ein – ganz ohne Freistoß aus dem Behördenbüro.
- Die öffentliche Wirkung aber ist größer als bei Otto Normalraser: Berühmte Köpfe tragen Verantwortung, auch fernab des Stadions.
Und noch etwas sagt der Kontext klar: Die Regeln auf der Straße sind nicht verhandelbar. Die Protokolle stehen, die Dokumentation ist vollständig; von Willkür oder Diskretion keine Spur.
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Fazit: Vorbildfunktion, Tempo und Fairness
Man braucht keine Zusatzinfos, um zu erkennen, dass auch im Alltag Promis keinen Sonderweg beanspruchen können. Die Botschaft liegt auf der Hand: Straßenverkehr duldet keine Extrawürste, auch nicht unter Zeitdruck, auch nicht in PS-starken Mietboliden – und schon gar nicht ohne gültigen Führerschein. Jede Entscheidung fällt allein anhand der Faktenlage. Wer sich dem entzieht, muss damit rechnen, am Ende eben doch den Bus oder das Taxi zu nehmen.
Ein Rat für den nächsten Trip – ob zum Flughafen oder zum Training: Ein bisschen weniger aufs Gaspedal, etwas mehr auf den Tacho achten und rechtzeitig losfahren. Spart Nerven, Punkte und garantiert: Man kommt an – auch ohne Polizeieskorte. Sicherheit geht für alle vor!