Ein Rockstar, ein Apfel und eine Lektion fürs Leben: Was passiert, wenn eine der bekanntesten Bands der Welt mit einem der cleversten Köpfe des Silicon Valley verhandelt? Die Geschichte von U2 und Apple ist eine Achterbahnfahrt aus großen Visionen, verpassten Chancen und einem Deal, über den Bono noch heute schmunzeln – oder heimlich verzweifeln – kann.
Wie alles begann: U2 trifft Apple (und Steve Jobs bleibt cool)
2004 war Apple noch ein aufstrebendes Tech-Unternehmen und der iPod begann gerade, das Musikhören zu revolutionieren. U2 – berüchtigt für ihre Musik, aber mindestens genauso bekannt für ihre Abneigung gegen plumpe Werbung – konnte dem innovativen Marketing Apples nicht widerstehen. Bonos Plan: Schweiß, Charisma und … Apple-Aktien! Statt einer klassischen Geldzahlung wollte die Band einfach an der Zukunft des Tech-Giganten teilhaben. Klingt eigentlich gar nicht mal so verrückt, immerhin lag der Kurs der Apple-Aktie damals bei gerade mal sechs Dollar.
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Steve Jobs, seinerzeit schon mit dem Ruf als unerschütterlicher Visionär ausgestattet, war jedoch alles andere als begeistert. Die berühmte Antwort auf U2s Aktien-Forderung: „Kommt überhaupt nicht in Frage.“ Jobs war knallhart. Kein Unternehmensteil – auch wenn er der Band damit einen Millionen-Deal ausschlug.
U2 arbeitet für lau – und bekommt trotzdem Kultstatus
Jobs wusste, dass U2 diese Chance nicht einfach sausen lassen würde. Also drehte er den Spieß um: Kein Geld, keine Aktien, aber die Möglichkeit, bei der Vermarktung des iPod dabei zu sein. Was folgte, ist Technik- und Designgeschichte: In Zusammenarbeit mit U2 entstand der schwarze iPod mit rotem Steuerrad – ein echter Hingucker in einer Welt weißer Musiksticks. Plötzlich wollte den jeder haben.
- Exklusive Veröffentlichung von U2s Hit-Single Vertigo auf iTunes
- Das komplette U2-Archiv erstmals digital erhältlich
- Riesige Sichtbarkeit für beide Marken
Apple bekam so die maximale Aufmerksamkeit. Und U2? Verzichtete auf Millionen, gewann aber einen Platz in der digitalen Musikwelt.
Verpasste Millionen und eine Lektion für Bono
Die Wahrheit tut bekanntlich manchmal weh. Bereits 2025 kostet eine Apple-Aktie über 200 Dollar. Hätte U2 2004 nur ein paar tausend Stück erhalten, wäre das heute ein stattliches Vermögen. Bono selbst reflektierte später bitter: „Apple war auf dem Weg zu den Sternen, und wir hatten die Chance mitzufliegen. Rückblickend: Wir hätten besser verhandeln sollen.“
Doch aus Fehlern lernt man, und U2s Einfluss auf Apples Digitalstrategie ist kaum zu unterschätzen. Die Band erreichte mit einem Streich neue Generationen und schrieb Musiktechnikgeschichte. Bonos Schlussfolgerung: Wenn es um viel geht, sollte man auch das Maximale für sich herausholen.
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Von Songs of Innocence bis Apple Vision Pro – Die Irrungen einer Partnerschaft
Es blieb nicht beim iPod: 2014 sorgte Apple wieder für Furore, als das Album „Songs of Innocence“ in jeden einzelnen iTunes-Account geladen wurde. Die großzügige Geste wurde allerdings zu einer Welle des Protests – viele Nutzer waren wenig erfreut über das ungefragt platzraubende Album. Bono entschuldigte sich offiziell: „Damals schien es eine großartige Idee, aber offensichtlich war das Publikum anderer Meinung.“
2025 landet die Kooperation erneut im Rampenlicht: Mit der Veröffentlichung der Doku „Bono: Stories of Surrender“ exklusiv auf Apple TV+. Ein Erlebnis der neuen Art – in 8K und mit Apple Vision Pro, fast als säße man direkt bei Bono auf der Couch. Inhaltlich wie technisch bleibt die Zusammenarbeit speziell.
Fazit: Wenn zwei Visionäre zusammentreffen, muss nicht jeder Deal ein Goldesel sein, aber eins bleibt: Geschichte schreibt man gemeinsam. Für U2 vielleicht eine verpasste Börsen-Chance, aber ein bleibender Fußabdruck in der Welt der Musiktechnologie. Wer verhandelt, sollte eben nicht nur an heute, sondern auch an übermorgen denken – und beim nächsten Mal vielleicht einen kleinen Apfel-Reserve-Topf fordern.